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Aachen/Erkelenz (ots)

Im Verlauf des Sonntags (08.01.) nahmen ca. 2000
Menschen an einem geplanten Dorfspaziergang durch Lützerath sowie an einem Konzert teil.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es nordöstlich der Ortslage zu einem Wassereinbruch in den Tagebau. Aus einer ehemaligen
Hauptleitung von Lützerath spülten im unmittelbaren Bereich der Tagebauböschung
erhebliche Mengen Wasser das Erdreich der Abraumkante in den Tagebau. Der Grund
für die Flutung des stillgelegten Rohres ist aktuell Gegenstand von Ermittlungen.

Ein technischer Defekt erscheint nach ersten Einschätzungen eher unwahrscheinlich. Aufgrund der entstandenen Unterspülungen konnte ein für das geplante Konzert vorgesehener Bereich eines Wendehammers nicht mehr genutzt
werden. Damit das Konzert unter sicheren Bedingungen stattfinden konnte, wurde
die Konzertbühne in Abstimmung zwischen Veranstalter und Polizei Aachen auf
einer Administrationsfläche der Polizei neben der Ortslage aufgebaut.

Nach Beendigung des Dorfspaziergangs und des Konzertes verblieben ca. 300 Personen
auf der Veranstaltungsfläche. Ohne erkennbaren Grund schlug die friedliche Stimmung in eine feindselige Atmosphäre um. Es kam zu Steinwürfen gegen Sicherheitskräfte und Polizeibeamte, Sachbeschädigungen und Eigentumsdelikten.

Die Kommunikationskräfte der Polizei Aachen wurden beim Versuch der Vermittlung
angegriffen. Eine friedliche Veranstaltung, in der die Polizei äußerst
zurückhaltend agierte, ist ohne nachvollziehbaren Grund in Gewalttätigkeit
umgeschlagen. Die Polizei appelliert nochmals an die Aktivisten in der Ortslage
Lützerath, sich von Straftaten zu distanzieren und sich friedlich zu verhalten.

Quelle:
Polizei Aachen
Pressestelle
Foto:
Ron Weimann

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