Margraten / NL

Seit dem Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1945 findet in der niederländischen Stadt Margraten das Totengedenken auf dem einzigen amerikanischen Militärfriedhof der Niederlande in Margraten statt. 8.031 amerikanische Soldaten liegen hier – fernab der Heimat – begraben die während des 2. Weltkrieges, bei der Befreiung des Südostens der Niederlande und bei dem Vormarsch der deutschen Truppen gefallen sind. 1.722 weitere Namen befinden sich auf den „Mauern der Vermissten“.

In diesem Jahr nahm neben hochrangigen Militärangehörigen verschiedener Nationen und Veteranen auch der niederländische Premierminister Mark Rutte teil. In seiner Ansprache erinnerte er an die Umstände der letzten Kriegsjahre und blickte auch besorgt auf die aktuellen Ereignisse in Europa. Im Anschluss an seine Rede legte auch er einen Kranz nieder.

Auch in den Gedenkworten hochrangiger amerikanischer Militärangehöriger hörte man die Sorge zur aktuellen Situation heraus. Eigenlich sollten „Soldatenfriedhöfe“ wie der in Margraten als Mahnmahl ganzer Generationen dienen. Viele, vor allem junge Menschen, verloren in den Kriegsjahren 1939 bis 1945 auf tragische Weise ihr Leben. Und an diese Menschen wurde heute ganz besonders gedacht während die F-16 Jäger der Koninklijke Luchtmacht die „Missing-Man-Formation“ über dem Friedhof flogen. Während des Überfluges der 4 Jagdflugzeuge bricht eine der Maschinen nach oben aus – einer verlässt die Gruppe – als Symbol für gefallene Kameraden.

Foto: Ron Weimann
Text: uwe Heldens

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