Fahrschulen – Prüfer und Führerschein – wie soll es hier weitergehen

Kreis Heinsberg / NRW 

Kontaktsperren, Geschäftsschliessungen, Lockerungen und vieles mehr verwirrt derzeit. Nun wurde eine Lockerung der Einschränkungen angekündigt – Schulen im Kreis Heinsberg werden in der kommenden Woche wieder für Schüler geöffnet – wenngleich auch nur für die Schüler der Abschlussklassen die vor ihren Prüfungen stehen. Dennoch – ein erster Schritt. Ab dem 04.05. werden dann auch wieder Geschäfte (bis 800 qm) und Friseurläden geöffnet sofern ein Hygiene Konzept vorliegt.

Langsam scheint sich das Leben zu erholen, wenngleich auch in sehr kleinen Schritten. Doch was ist mit den Fahrschulen ? Viele Fahrschüler standen kurz vor dem Erwerb Ihres Führerscheins, andere bereiteten sich intensiv auf die theoretische Prüfung vor als auch die Fahrschulen geschlossen wurden. Vieles kann man über die seit langem bestehenden Online Lösungen der Fahrschulen im theoretischen Teil der Fahrschule selber erarbeiten – der praktische Teil bleibt jedoch auf der Strecke.

Der Bundesverband der Fahrlehrerverbände hat ein Positionspapier zur Möglichen Öffnung der Fahrschulen in einer mehrstündigen Videokonferenz abgestimmt. Dieses Positionspapier enthält alle wichtigen Empfehlungen wie Fahrschulen geöffnet werden könnten und wurde dem Gesundheitsminister Jens Spahn sowie dem zuständigen Referat im Bundesverkehrsministerium zugeleitet. Auch in NRW werden sich die Fahrlehrerverbände für eine zeitnahe und gut geregelte Umsetzung des Positionspapieres einsetzen.

Solange werden sich die Fahrschüler wohl noch gedulden müssen ehe sie den heißbegehrten „Lappen“ in den Händen halten können. Für einige der Fahrschüler erst einmal das kleinere Problem – andere Fahrschüler die für ihren neuen Job einen Führerschein als Einstellungskriterium vorweisen müssen haben hier dann ein richtiges Problem vor der Brust. Immerhin konnte man die Jahresfrist nach Anmeldung um sechs Monate verlängern. Das nutze den Führerscheinanwärtern jedoch wenig. Von Seiten einiger Fahrlehrer hört man das es für die Fahrschüler einen Mehraufwand an Stunden geben wird um das erlernte – das zuletzt vor Wochen abgerufen wurde – noch einmal auffrischen zu können. Ein Kostenfaktor der ausschließlich von den Fahrschülern oder deren Eltern aufgefangen werden muss.

Unklar derzeit auch: Wenn die Fahrschulen wieder öffnen wie sieht es mit den Prüfungsstellen beim TÜV aus ? Gibt es Ausnahmeregelungen für Prüfungsfahrten – und sind die Fahrprüfer überhaupt bereit sich in eine Prüfung zu begeben. Bis dahin heißt es für die Fahrschüler und die Fahrlehrer: Abwarten …. und an diesem „Abwarten“ können in der derzeitigen Situation Existenzen hängen.

Foto / Bericht:
Uwe Heldens / westreporter