Update: 29.09.2022 um 14.00 Uhr

Jetzt geht es mit der Annexion ukrainischer Gebiete doch schneller – Der Kreml kündigt die Annexion ukrainischer Gebiete am 30. September an.Russische Führer werden eine Zeremonie abhalten, um „die Vereinbarungen“ über den Beitritt der besetzten ukrainischen Gebiete zu Russland zu unterzeichnen, sagte Dmitri Peskow, Pressesprecher von Wladimir Putin, am heutigen Donnerstag. Bei der Zeremonie wird der russische Machthaber auch eine Rede halten Treffen mit in Moskau installierten Proxys, so die von Russland kontrollierte Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Update: 29.09.2022 um 10.42 Uhr

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministerium soll Putins Mobilmachung die russische Wirtschaft erheblich beeinträchtigen. So stellen die „besser gestellten und gebildeten“ Russen die meisten derjenigen dar, die versuchen, das Land zu verlassen, um der Mobilisierung zu entfliehen. Es wird erwartet, dass die Verfügbarkeit von Arbeitskräften mit der Massenabwanderung von gebildeten Menschen schrumpfen wird, berichtete das Ministerium am heutigen Tage. „Die Beschleunigung der Abwanderung hochqualifizierter Kräfte wird wahrscheinlich zunehmend an Bedeutung gewinnen“, heißt es weiter in dem Bericht.

Die Sprecherin der schwedischen Küstenwache Jenny Larsson teilte der Zeitung Svenska Dagbladet am gestrigen Mittwoch mit, dass ein viertes Gasleck in den Nord Stream-Pipelines entdeckt worden sei. Larsson sagte der Zeitung, dass sich zwei Gaslecks in schwedischen Gewässern befanden, während die anderen beiden in dänischen Gewässern lagen.

In der Nähe von Charkiw starben etwa 30 Menschen beim Beschuss einer Flüchtlingskolonne durch die Streitkräfte der Ukraine.Demnach sollen die Menschen in der Region Charkow beim Beschuss eines Konvois durch ukrainische Truppen getötet worden sein. Das berichtete Rodion Miroshnik, Leiter der Repräsentanz der Volksrepublik Lugansk in Moskau, gegenüber dem russischen Nachrichtenportal RIA Novosti.

Die Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen oder auch der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden

Update: 28.09.2022 um 21.17 Uhr

Das unabhängige russische Medienunternehmen Meduza berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen, dass die illegale Annexion besetzter Gebiete in vier ukrainischen Regionen verschoben werde, da sie derzeit nicht den gewünschten „PR-Effekt“ auf die russische Bevölkerung habe.Bisher war man auf russischer Seite mit dem Verlauf der Referenden und der Akzeptanz der Mobilisierung in der Bevölkerung unzufrieden. Russland wird – so Meduza – auch das Ausreiseverbot für Männer im Wehrpflichtalter verschieben.

Bei der „Störung“ der Pipelines North Stream 1 und 2 geht man nun von einem Anschlag aus. Laut erster Berichte sollen drei der vier Röhren durch Sprengstoff beschädigt worden sein. Betroffen sind die beiden Röhren der North Stream 1 und eine Röhre der North Stream 2 Pipeline. Damit wäre eine Röhre der North Stream 2 Pipeline noch nutzbar – allerdings wurde das Zertifizierungsverfahren mit dem russischen Angriff auf die Ukraine auf Eis gelegt. Aktuell weiß man nicht wer dort den Sabotage Akt begangen hat. Allerdings ist man sich sicher das diese Aktion nur von einer staatlichen Stelle aus befohlen und durchgeführt werden konnte. Nun heißt es schnell sein. Die Frage steht im Raum: Was wird jetzt getan. Wenn die Pipeline repariert werden soll muss es schnell gehen. Sollte das Meerwasser genügend Zeit haben könnte sogar von einem nicht zu reparierenden Schaden ausgegangen werden. Immerhin liegt die North Stream 1 Pipeline in einer Wassertiefe von 88 Metern, North Stream 2 in 70 Metern Wassertiefe. Aktuell werden Verbotszonen für die Schifffahrt eingerichtet.

Update: 28.09.2022 um 09.56 Uhr

Russische Führer erklären, dass fast 100 % der Menschen, die in den besetzten Gebieten der Ukraine – in den Oblasten Saporischschja, Donezk, Luhansk und Cherson – leben, in den durchgeführten Referenden (Scheinreferenden) für den Beitritt zu Russland gestimmt haben. Die sogenannte Abstimmung mit vorgehaltener Waffe wurde von allen Ländern, die sich zu dem Thema geäußert haben, für null und nichtig erklärt.

Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Zentrale Wahlkommission Russlands zeigten die „vorläufigen Ergebnisse“, dass rund 98 Prozent derjenigen, die in vier besetzten Gebieten „abstimmten“, die russische Annexion unterstützten. Berichte über Menschen, die von russischen Truppen mit Waffen zur Wahl gezwungen wurden, wurden dokumentiert.

Während der „Referenden“ kontrollierten die russischen Truppen die Häuser der Bewohner und schrieben die Namen der Einheimischen auf, die gegen die Annexion gestimmt hatten, so der Gouverneur des Oblast Luhansk, Serhij Haidai . In Enerhodar, Oblast Saporischschja, bedrohten russische Truppen Menschen, die gegen einen Beitritt zu Russland gestimmt hatten, mit einer Mobilisierung, berichtete das ukrainische Verteidigungsministerium.

Update: 27.09.2022 um 21.41 Uhr

Der Gouverneur des Gebiets Charkiw, Oleh Syniehubov, berichtete, Russland habe am heutigen Abend das Viertel Kholodnohirskyi in Charkiw angegriffen. Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terekhov,ergänzte, dass die Infrastruktur beschädigt worden sei. Er fügte hinzu, dass der Angriff in mehreren Stadtteilen zu Stromausfällen geführt habe.

Update: 27.09.2022 um 12.51 Uhr

Der Kreml versucht, „Fehler“ bei der Mobilisierung zu beheben,kann aber die Bevölkerung nicht mehr beruhigen.Der Kreml nennt die weitverbreiteten Verstöße gegen das Mobilmachungsgesetz „Einzelfehler“; und verspricht, „sorglose Mitarbeiter der Militärrekrutierungszentren“ zu bestrafen. Laut dem Institute for the Study of War werden solche Botschaften Russlands Probleme jedoch nicht lösen. „Im Gegensatz zu russischen Misserfolgen in der Ukraine, die der Kreml minimieren konnte, sind Verstöße gegen das Mobilisierungsdekret für viele Russen offensichtlich“, berichtete die ISW.

Russische Truppen haben den Einwohnern des besetzten Enerhodar, Oblast Saporischschja, das Verlassen der Stadt untersagt; Sie bedrohen Menschen, die bei dem Scheinreferendum gegen den Beitritt zu Russland gestimmt haben, mit Mobilisierung, berichtete das ukrainische Verteidigungsministerium am 27. September

Dmitri Medwedew, amtierender stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, drohte das Russland einsetzen Atomwaffen werde, „wenn das Land oder seine Verbündeten mit dieser Art von Waffen angegriffen werden oder wenn eine Aggression mit dem Einsatz konventioneller Waffen die Existenz Russlands bedroht“.

Update: 27.09.2022 um 18.39 Uhr

Einwohner von Melitopol werden gezwungen, in einem „Referendum“ für abwesende Verwandte und Nachbarn zu stimmen.

Der im Exil lebende Bürgermeister von Melitopol, einer von Russland besetzten Stadt im Gebiet Zaporizhzhia, Ivan Fedorov, berichtete am heute, dass die russischen Besatzungsbehörden von Tür zu Tür gehen, um die Einheimischen zur Abstimmung zu bringen, auch für  Familienmitglieder und Nachbarn. Laut Fedorov geschieht dies aufgrund der “ katastrophal niedrigen Wahlbeteiligung.“ bei den Referenden.

Der von Russland installierte Stellvertreter in den besetzten Teilen der Oblast Zaporizhzhia Yevhen Balytskyi erklärte heute, dass lokale „Freiwillige“ sich der russischen Armee in ihrem Kampf gegen die Ukraine anschließen werden, nachdem das Scheinreferendum über den Beitritt zu Russland stattgefunden hat.

 

Update: 27.09.2022 um 11.19 Uhr

Russland beginnt mit der Ausbildung mobilisierter Soldaten auf der Krim, beruft Männer im Oblast Luhansk ein.

In Moskau installierte Stellvertreter haben mit der militärischen Ausbildung von Russlands neu eingezogenem Personal in Sewastopol auf der Krim begonnen, berichtete der ukrainische Generalstab am 26. September. Russlands Stellvertreter haben auch damit begonnen, Vorladungen an Einwohner des Gebiets Luhansk zu verteilen.

Der ukrainische Sicherheitsdienst hat eine weitere russische Folterkammer im befreiten Dorf Lyptsi gefunden, wo russische Stellvertreter und das Militär pro-ukrainische Einwohner festhielten und sie brutal folterten. Bisher hat die Hauptermittlungsabteilung der ukrainischen Polizei 18 russische Folterkammern in der Oblast Charkiw entdeckt.

 

Update: 26.09.2022 um 21.28 Uhr

Die angekündigite Mobilisierung löst Proteste im russischen Dagestan aus. Proteste fanden in Machatschkala, der Hauptstadt von Dagestan im Nordkaukasus, und an anderen Orten statt. Demonstranten im Dorf Endirey blockierten eine Bundesstraße. Auslöser der Demonstrationen war die Entscheidung des russischen Diktators Wladimir Putin vom 21. September, die Mobilisierung von Wehrpflichtigen für den Krieg gegen die Ukraine anzukündigen. Mehr als 1.300 Menschen wurden bereits wegen ihrer Teilnahme an den Protesten festgenommen.

Der serbische Außenminister Nikola Selakovic sagte das Serbien, ein Land, das als enger Verbündeter Russlands gilt, das Völkerrecht und die UN-Charta einhalten. „(Die Annexionsreferenden) widersprechen vollständig unseren staatlichen und nationalen Interessen, unserer Politik des Umgangs mit territorialer Integrität, Souveränität und dem Grundsatz der Unverletzlichkeit der Grenzen“, sagte Selakovic in der Oblast Saporischschja.

Update: 25.09.2022 um 11.44 Uhr

Nach der Teilmobilmachung für den Krieg gegen die Ukraine berichtet der finnische Grenzschutz an der Grenze zu Russland mehr Verkehr als gewöhnlich. Am Grenzübergang bei Vaalimaa hätten sich die Autos auf russischer Seite heute morgen mehrere hundert Meter lang gestaut.

Über 8500 russische Staatsbürger überquerten gestern die finnische Grenze. Das sind rund 3000
Grenzübertritte mehr als noch vor einer Woche.

Update: 24.09.2022 um 20:53 Uhr

Das russischen Nachrichtenportal Werstka berichtetet am heutigen Samstag, unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass Russland erwäge, das Kriegsrecht zu verhängen, „falls die Ukraine weiterhin besetzte Gebiete angreift“, die Russland nach seinen Scheinreferenden illegal annektieren will.

Ukrainische Streitkräfte haben kürzlich zwei russische Su-30-Jets abgeschossen, eine Su-25 und eine Su-34, sagte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in seinem abendlichen Briefing am 24. September.

Heute unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin Gesetzesänderungen zum russischen Strafgesetzbuch, die die Strafen für Desertion, Plünderung und freiwillige Kapitulation verschärfen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax.

Das russische Nachrichtenportal RIA Nowosti berichtet das Putin ein Dekret unterzeichnete, wonach Vollzeit- und Teilzeitstudenten einen Aufschub von der Teilmobilisierung erhalten. Das Dokument wurde auf der Kreml-Website veröffentlicht .

Es wird auch deutlich darauf hingewiesen, dass eine solche Maßnahme in Bezug auf diejenigen, die ein höheres Bildungsniveau erhalten, zum ersten Mal ergriffen wird.

Update: 23.09.2022 um 22:46 Uhr

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte in einem Interview mit CNN, das NATO Bündnis versuche, jeden Einsatz von Atomwaffen durch Russland zu verhindern. „Die Drohungen, die Präsident Putin immer wieder vorbringt, erhöhen die Spannungen, sind gefährlich und rücksichtslos“, sagte er. Am 21. September drohte Putin mit dem Einsatz von Atomwaffen und sagte, dass „dies kein Bluff ist“.

Finnland führt Einreisebeschränkungen für Russen ein.Die Entscheidung wurde am 23. September vom finnischen Präsidenten Sauli Niinisto und der Regierung des Landes getroffen. Der Schritt ist eine Reaktion auf die vom russischen Diktator Wladimir Putin angekündigte Mobilisierung und Annexion ukrainischer Gebiete. Es soll „ernste Schaden für die internationale Position Finnlands“ verhindern.

Meduza: Russland plant, 1,2 Millionen Wehrpflichtige für den Krieg gegen die Ukraine zu mobilisieren. Meduza, ein russisches Medienunternehmen, zitierte hierbei eine Regierungsquelle. In Moskau wollen die Behörden laut dieser Quelle in der Nähe des Moskauer Rathauses bis zu 16.000 Menschen mobilisieren. Am 21. September sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu, dass die Armee derzeit plane, 300.000 Wehrpflichtige für den Krieg gegen die Ukraine zu mobilisieren.

Seit bekannt werden dieser Teilmobilisierung gehen immer mehr Menschen in Russland auf die Straße. Sie demonstrieren gegen den Krieg, der nun in jedem Haushalt sehr präsent werden kann. Aus Regierungskreisen wird davon abgeraten an Demonstrationen teil zu nehmen. Diese Teilnahme kann eine Gefängnis Strafe von bis zu 15 Jahren mit sich bringen. An die 1000 Menschen sollen laut unbestätigten Meldungen bereits festgenommen worden sein – Tendenz steigend.

Update: 23.09.2022 um 12:03 Uhr

Russlands Stellvertreter in den Oblasten Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja kündigten den Beginn von Pseudo-Referenden über den Beitritt zu Russland am heutigen Freitag an. Vier Tage lang wird „aus Sicherheitsgründen“ in den Häusern der Menschen „abgestimmt“, staatlich kontrolliert von Russland – schrieb die Nachrichtenagentur RIA Novosti. Am letzten Tag der „Referenden“, am 27. September, werden die Einheimischen aufgefordert, in die „Wahllokale“ zu gehen.

Mykhailo Podolyak, ein Berater des Präsidialamts, hat die Pseudo-Referenden, die Russlands Stellvertreter am 23. September in den besetzten ukrainischen Gebieten gestartet haben, als „Propagandashow“ bezeichnet, um die russischen Wehrpflichtbemühungen zu unterstützen. Die besetzten Gebiete der Ukraine „brauchen eine sofortige Freilassung“, schrieb Podolyak auf Twitter.

Update: 22.09.2022 um 20:19 Uhr

Alarmierung in der Luft. Während eines Routine Fluges wurden gestern deutsche Eurofighter der NATO VAPB Mission (Verstärkung Air Policing Baltikum) alamiert. Im Auftrag des CAOC UEDEM (Combined Air Operation Centre Uedem) identifizierten sie eine russische IL 76 CANDID. Die russische Maschine flog ohne Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder im internationalen Luftraum. Das teilte die Luftwaffe heute auf ihrem Twitter Kanal mit.

Update: 22.09.2022 um 14:16 Uhr

Der slowakische Verteidigungsminister Jaroslav Nad hat die Ansprache von Wladimir Putin an die Nation als „erbärmlich“ bezeichnet und gesagt, dass die Mobilisierung „mit dem Sturz Putins als Präsident der Russischen Föderation enden wird“, berichtete Euractiv am 22. September. Nad reagierte auch auf die Pläne Russlands Pseudo-Referenden über besetzte Gebiete abzuhalten und zu sagen, sie seien „nur ein Vorwand für künftige russische Behauptungen über Ukrainer, die ‚russischen Boden‘ angreifen“, berichtete Euractiv unter Berufung auf den Beamten.

Russische Streitkräfte haben einen „Terroranschlag“ inszeniert und eine Explosion im Zentrum von Melitopol, Oblast Saporischschja, ausgelöst, um die Ukraine vor einem Pseudo-Referendum zu beschuldigen, Terroranschläge verübt zu haben, berichtete der Bürgermeister von Melitopol, Ivan Fedorov, am 22. September. Drei russische Soldaten wurden infolge der Explosion getötet – Opfer unter Zivilisten sollen laut Fedorov bislang nicht bekannt sein, allerdings laufen hier noch Ermittlungen.

 

Die Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen oder auch der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden

 

Update: 21.09.2022 um 21:21 Uhr

Nach der Mobilisierung von russischen Reservisten durch den russischen Präsidenten Wladimr Putin gab es heute in Russland Proteste gegen die Teilmobilmachung. Bei diesen Protesten wurden, so die Menschenrechtsorganisation OVD-Info mehr als 700 Bürger festgenommen. Die größten Kundgebungen gegen den Putin entscheid gab es daher in den größten Städten des Landes, Moskau und St. Petersburg. Im Vorfeld der Demonstrationen warnten die Behörden die Menschen bereits davor hier teilnehmen zu wollen. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Das versuchte die Staatsanwaltschaft den Bürgern klarzumachen. Die Zahl der Verhaftungen steigt.

Der im Exil lebende Bürgermeister von Melitipol,Ivan Fedorov, forderte Männer im Wehrpflichtalter auf, das besetzte Melitopol im Oblast Saporischschja unverzüglich zu verlassen, nachdem Russland kürzlich eine „teilweise Mobilisierung“ angekündigt hatte. Fedorov erwartet, dass Russland die Mobilisierung in den von ihm besetzten Gebieten in der Ukraine durchführen wird, wobei die strengste Wehrpflicht in den südlichen Oblasten Saporischschja und Cherson durchgeführt wird. Auch der Gouverneur des Gebiets Cherson, Jaroslaw Januschewytsch, rief die Bewohner der besetzten Gebiete der Region zur Evakuierung auf.

Nach der Ankündigung einer „teilweisen Mobilisierung“ in Russland sagte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte Valery Saluzhnyi, dass keinerlei Äußerungen russischer Führer die Bereitschaft der Ukraine beeinträchtigen werde, für ihre Freiheit zu kämpfen und ihr Land zu verteidigen.

Die ukrainischen Streitkräfte haben erfolgreich russische Angriffe in der Nähe von Kupjansk, Wesele, Zaitseve, Kurdiumivka und Bakhmutske abgewehrt, berichtete der Generalstab am heutigen Tag. Russland startete am selben Tag auch 5 Raketen- und 11 Luftangriffe auf die Ukraine, heißt es in dem Bericht.

Update: 21.09.2022 um 11:33 Uhr

In einer Videoansprache erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am 21. September eine Teilmobilmachung. Es wird in erster Linie auf das Reservepersonal der russischen Streitkräfte abzielen. „Die Mobilisierungsmaßnahmen werden heute beginnen“, sagte Putin.

In seiner Rede nannte Putin Kiew erneut „faschistisch“, sagte, es sei die Ukraine gewesen, die 2014 in Russland einmarschiert sei, und deutete an, dass Moskau die von Russland besetzten Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja annektieren werde. Putin rasselte erneut mit dem Säbel und fügte hinzu, dass der Einsatz von Atomwaffen eine Option für den Kreml bleibe.

„Wenn seine territoriale Integrität bedroht ist, wird Russland alles tun, was es kann, das ist kein Bluff“, sagte Putin.

Update: 20.09.2022 um 12:55 Uhr

Die Stadt Bilohorivka ist vollständig zerstört.Laut Gouverneur Serhiy Haidai ist die Stadt und ihre Umgebung aufgrund erheblicher Zerstörungen ohne fließendes Wasser. „Ungefähr eine Million Einwohner des besetzten Gebiets Luhansk sind ohne Wasser“, fügte er hinzu.

Die Ukraine gibt die Leichen von 25 gefallenen Soldaten zurück.Nach Angaben des Ministeriums für die Reintegration vorübergehend besetzter Gebiete wurden die Leichen von 25 getöteten ukrainischen Soldaten in Übereinstimmung mit der Genfer Konvention geborgen.

Das britische Verteidigungsministerium berichtete in seinem Geheimdienst-Update vom 20. September, dass das russische Kommando seine U-Boote der Kilo-Klasse mit ziemlicher Sicherheit aus dem besetzten Sewastopol nach Russland verlegt hat. Die Sicherheit der russischen Schwarzmeerflotte auf der besetzten Krim sei hiermit direkt nicht mehr gewährleistet… sagte das Verteidigungsministerium.

Update: 19.09.2022 um 13:31 Uhr

Nach Angaben des staatlichen Ermittlungsbüros wurde in einem russischen Reservekommandoposten in der Nähe von Balakliia im Oblast Charkiw eine „erhebliche Menge“ an Munition und militärischer Ausrüstung gefunden, darunter zwei Schützenpanzer. Die beschlagnahmte Munition und Ausrüstung wurden den Streitkräften der Ukraine übergeben, teilte die Agentur mit.

Valentyn Reznichenko, Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, berichtete am 19. September, dass eine 58-jährige Frau aus Selenodolsk beim Beschuss durch russische Streitkräfte getroffen wurde.

Dmytro Orlov, der Bürgermeister der von Russland besetzten Stadt Enerhodar im Oblast Saporischschja, berichtete am 19. September das russische Truppen eines der Ufer des Kachowka-Wasserreservoirs und das Industriegebiet der Stadt beschossen hätten. Die Höhe des Schadens stehe noch nicht fest, fügte der Bürgermeister hinzu. Informiert wurde er durch Bewohner der Stadt.

Update: 18.09.2022 um 21:42 Uhr

In den letzten 24 Stunden hat die ukrainische Luftwaffe 20 Luftangriffe durchgeführt und mit ihren Luftverteidigungssystemen erfolgreich 15 russische Festungen und vier Standorte getroffen. Die ukrainische Artillerie hat auch neun russische Festungen und sieben Kontrollpunkte getroffen.

Update: 18.09.2022 um 18:34 Uhr

US-Präsident Joe Biden sagte gegenüber „60 Minutes“ von CBS, dass es „bisher“ keinen Hinweis darauf gebe, dass China Waffen oder Militärgüter nach Russland schicke.

Russische Streitkräfte inszenieren Schießereien in Cherson, um die Ukraine des Häuserkampfes zu beschuldigen.
Das ukrainische militärische Southern Operational Command berichtete, dass das im Internet veröffentlichte Video, in dem russische Truppen auf den Straßen des von Russland besetzten Cherson schießen, Teil einer Verschwörung unter falscher Flagge sei, um ukrainischen Truppen anzuhängen und behaupten zu können, dass die Führung in Kiew Zivilisten gefährdet. Die Ukraine startete am 29. August eine Gegenoffensive im Oblast Cherson

Update: 17.09.2022 um 21:18 Uhr

Am Abend des 17. September seien in Cherson vier mächtige Explosionen zu hören gewesen, berichteten ukrainische Medien. Anwohner sagten, dass aus dem Gebiet eines Maschinenbauwerks, auf dem sich angeblich ein russischer Militärstützpunkt befindet, schwarzer Rauch aufsteigt.

Hochauflösende Maxar-Satellitenbilder zeigen den Eingang zum Pischanske-Friedhof der Stadt im März und fünf Monate später unter russischer Besatzung. Die Massengrabstätte enthält Berichten zufolge rund 440 Leichen. Es häufen sich die Beweise dafür, dass russische Truppen Hunderte von Menschen in Izium massakriert haben.

Die Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen oder auch der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden

 

Update: 16.09.2022 um 12:57 Uhr

Russischer Stellvertreter durch Explosion im besetzten Luhansk getötet.Die staatlich kontrollierte russische Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtete, dass Sergej Gorenko, ein von Russland eingesetzter Bevollmächtigter der Staatsanwaltschaft, am 16. September durch eine Explosion in seinem Büro in Luhansk getötet wurde. Kiew hat sich noch nicht geäußert.

Russische Truppen zerstörten laut des russischen Nachrichtenportals RIA Nowosti das Hauptquartier und die Ausbildungsbasis eines separaten ukrainischen Spezialoperationszentrums „Süd“ in der Nähe von Otschakiw. Das teilte das Verteidigungsministerium mit.

Update: 15.09.2022 um 18:19 Uhr

Fliehende russische Truppen zerstörten Energieanlagen und ließen 5.000 Einwohner von Balakliia, Oblast Charkiw, ohne Gas zurück. Das berichtet heute das ukrainische Nachrichtenportal Kyiv Independent. So soll laut des Gouverneurs des Gebiets Charkiw, Oleh Syniehubov,vor dem Rückzug der russischen Truppen aus Balakliia das Gebäude des örtlichen Gasversorgers zerstört worden sein. Dazu wurden auch fast alle Spezialfahrzeuge des Unternehmens gestohlen, sagte Syniehubov und fügte hinzu, dass die ukrainischen Versorgungsunternehmen bereits daran arbeiten, die Gasversorgung in der Region wiederherzustellen.

Update: 15.09.2022 um 00:21 Uhr

Die staatliche Verwaltung von Zaporizhzhya kündigte die Unterdrückung eines Versuchs ukrainischer Truppen an, Aufklärungskampagnen durchzuführen
Wie das russische Nachrichtenportal Ria Nowosti am Mittwoch Abend berichteten konnten ukrainische Truppen in der Region Saporoschje keine Aufklärungmission durchführen. Das berichtete dem Nachrichtenportal der Vorsitzende der Bewegung „Wir sind mit Russland zusammen“, ein Mitglied des Hauptrates der lokalen Verwaltung, Wolodymyr Rogov.
Er stellte klar, dass einige der feindlichen Einheiten liquidiert wurden bevor sich die ukrainischen Soldaten zurückzogen .

Die USA könnten der Ukraine „in den kommenden Tagen“ ein zusätzliches Sicherheitspaket zur Verfügung stellen.„Wir stehen im Gleichschritt mit den Ukrainern, die jeden Tag mit ihnen sprechen“, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby. Seit Beginn des russischen Krieges im Februar diesen Jahres haben die USA der Ukraine 15,2 Milliarden Dollar an Militärhilfe zur Verfügung gestellt.

In seinem neuesten Geheimdienstbericht teilte das britische Verteidigungsministerium mit, dass die Ukraine am 13. September berichtete, dass ihre Streitkräfte während der erfolgreichen Gegenoffensive der Ukraine in der Region ein iranisches Shahed-136-UAV in der Nähe von Kupiansk im Oblast Charkiw abgeschossen hätten. „Russland bezieht mit ziemlicher Sicherheit zunehmend Waffen aus anderen stark sanktionierten Staaten wie dem Iran und Nordkorea, da seine eigenen Bestände schwinden“, schrieb das Ministerium.

 

 

Die Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen oder auch der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden

 

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By CUH