Social Media

Ein bedeutender Baustein der städtebaulichen Entwicklung Hückelhovens ist am Samstag offiziell eröffnet worden. Bürgermeister Bernd Jansen und Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, gaben die neue Brücke zwischen dem ehemaligen Zechengelände Schacht 3 und der Millicher Halde sowie den neu gestalteten Mehrgenerationenpark offiziell frei.

Wo einst die Zechengeschichte das Areal prägte, ist ein moderner und barrierefreier Treffpunkt für alle Generationen entstanden. Auf rund 35.000 Quadratmetern bietet der Generationenpark vielfältige Möglichkeiten für Sport, Spiel, Erholung und Begegnung. Zwei Spielplätze mit insgesamt 21 Spielgeräten und -anlagen, darunter inklusive Angebote, Beachvolleyball, Tischtennis, Fitnessgeräte, Bouleflächen sowie großzügige Wiesen- und Blühflächen gehören zum neuen Park.

„Mit der Brücke und dem Mehrgenerationenpark schaffen wir einen Ort, der Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet. Das ehemalige Zechengelände wird damit noch stärker Teil unserer Stadt und des täglichen Lebens unserer Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig war es uns wichtig, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit konsequent mitzudenken. So entsteht hier ein attraktiver Treffpunkt für alle Generationen“, erklärte Bürgermeister Bernd Jansen.

Herzstück der neuen Verbindung ist die rund 170 Meter lange Brücke aus wetterfestem Cortenstahl. Sie überwindet einen Höhenunterschied von 7,5 Metern und weist eine Neigung von etwa fünf Prozent auf. Mit einer Nutzbreite von vier Metern ist sie barrierefrei für Fußgänger und Radfahrer nutzbar. Die geplanten Gesamtkosten für die Brücke belaufen sich auf rund 4,55 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung mit 2.728.626 Euro.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt die Brücke besondere Maßstäbe. Für die Herstellung wurde CO₂-reduzierter Stahl mit hohem Schrottanteil und Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien verwendet. Dadurch konnten allein bei der Stahlherstellung rund 460 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden. Auch bei den Fundamenten kam CO₂-reduzierter Zement zum Einsatz.

Der Mehrgenerationenpark ergänzt die neue Verbindung. Rund 25.000 Quadratmeter Wiesen- und Kräuterrasenflächen sowie etwa 1.000 Quadratmeter Blühwiesen und Staudenflächen schaffen Raum für Natur und Erholung. Rund 150 Bäume, Obstbäume und Großsträucher sowie Naschgärten ergänzen die Gestaltung. Rund 25.000 Kubikmeter Boden wurden bewegt, um das Gelände zu modellieren und barrierefreie Wege zu schaffen. Rund 5.000 Quadratmeter wassergebundene Wege und Flächen kommen ohne neue Versiegelung aus. Die geplanten Gesamtkosten für den Generationenpark liegen bei rund 4,98 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen steuerte Fördermittel in Höhe von 2.986.279 Euro dazu. Der Förderbescheid umfasst neben dem Park auch kleinere ergänzende Randmaßnahmen.

Mit der neuen Brücke sind das ehemalige Zechengelände, die Innenstadt und die Millicher Halde noch stärker miteinander verbunden. Aus einem durch die Bergbaugeschichte geprägten Areal ist ein moderner Ort für Bewegung, Begegnung und Erholung entstanden. Die neue Verbindung verbessert dabei nicht nur die Erreichbarkeit der Halde, sondern vernetzt zugleich wichtige zentrumsnahe Grün- und Freiräume.

Bericht:
Stadt Hückelhoven

By CUH