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Erkelenz Gerderath

Eine Cessna 172 ist am Montagvormittag bei Gerderath abgestürzt. Alle drei Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar.

Erkelenz. Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Erkelenzer Ortsteil Gerderath sind am Montag drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei befanden sich drei Personen an Bord der Maschine. Keiner der Insassen überlebte das Unglück.
Das Flugzeug schlug gegen 11.15 Uhr auf einem Feld nördlich von Gerderath auf, unmittelbar vor einem Waldstück im Bereich der Vossemer Straße und Fronderath. Beim Aufprall wurde die Maschine vollständig zerstört. Ein Feuer brach nach Angaben der Einsatzkräfte nicht aus.
Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technisches Hilfswerk rückten mit einem Großaufgebot an. Auch ein Hubschrauber der Bundeswehr landete am Unfallort. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

Zeugen berichten von ungewöhnlichem Flugverhalten der Maschine zuvor
Mehrere Augenzeugen hatten die Maschine kurz vor dem Absturz in sehr geringer Höhe gesehen. Ein Zeuge berichtete von ungewöhnlichen Flugbewegungen. Ein anderer sagte, das Flugzeug habe den Kirchturm im nahe gelegenen Gerderhahn in niedriger Höhe passiert. Anschließend sei es mit hoher Geschwindigkeit auf dem Feld aufgeschlagen.

Bei der verunglückten Maschine soll es sich um eine einmotorige Cessna 172, auch Skyhawk genannt, handeln.
Das Flugzeug war am Morgen gegen 10.26 Uhr auf einem Flugplatz bei Hilversum in den Niederlanden gestartet.

Öffentlich zugänglichen Flugdaten zufolge überquerte die Cessna zunächst in konstanter Höhe die deutsch-niederländische Grenze. Nach dem Grenzübertritt verlor sie jedoch deutlich an Höhe und änderte bei Merbeck scharf ihren Kurs. Das letzte Signal wurde gegen 11.17 Uhr aufgezeichnet.

Unfallursache bislang offen
Ob der Pilot eine Notlandung versuchte, ist noch nicht bekannt. Ein Experte aus der örtlichen Flugsportgemeinschaft warnte davor, aus den Zeugenaussagen vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Ungewöhnliche Bewegungen könnten verschiedene Ursachen haben und müssten nicht zwangsläufig auf einen technischen Defekt hindeuten.

Ein Anflug auf den Flugplatz Erkelenz gilt als unwahrscheinlich.
Für Montag war dort keine Landung angemeldet; zudem sei die Cessna für den Platz zu groß gewesen.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat Ermittlungen eingeleitet. Fachleute sollen das Wrack und die Spuren am Unfallort untersuchen, um den Flugverlauf und die Ursache des Absturzes zu rekonstruieren. Bis belastbare Erkenntnisse vorliegen, dürfte es mehrere Monate dauern. Ob es in so kleinen Flugzeugen einen Flugschreiber gibt – speziell in dem jetzt verunfallten Flugzeug ist unbekannt.

Foto / Bericht
Heinsberg Magazin

By CUH