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Mönchengladbach (ots)

Die Polizei Mönchengladbach hat in den vergangenen Wochen mit mehreren Schwerpunkteinsätzen gegen technisch veränderte und teilweise deutlich zu schnelle E-Scooter kontrolliert.

Insgesamt wurden dabei mehr als 100 Verkehrskontrollen durchgeführt.

Besonders auffällig war am 26. August ein 14-jähriger E-Scooter-Fahrer an der Stepgesstraße. Der Jugendliche fuhr unter anderem Wheelies und Donuts, war ohne Versicherungskennzeichen unterwegs und entzog sich einer Polizeikontrolle durch Flucht. Dabei nutzte er verbotswidrig sein Mobiltelefon und blendete Einsatzkräfte mit einem Laserpointer. Nach seiner Flucht konnte er im Nahbereich wiedererkannt und gestellt werden. Bei ihm wurden unter anderem der Laserpointer und eine abgebrochene Kennzeichenhalterung gefunden. Der E-Scooter wurde sichergestellt; die Fahrzeugidentifikationsnummer war unkenntlich gemacht worden. Gegen den Jugendlichen wurde unter anderem eine Strafanzeige wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gefertigt.

Die Schwerpunktkontrollen fanden zwischen dem 14. und 28. August an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet statt. Dabei überprüften uniformierte und zivile Einsatzkräfte insbesondere E-Scooter, bei denen der Verdacht auf technische Veränderungen und damit deutlich überhöhte Geschwindigkeiten bestand.

In zwei weiteren Fällen am 26. August stellten die Einsatzkräfte ebenfalls erheblich veränderte E-Scooter fest. Ein Fahrzeug erreichte bei einer Kontrolle 45 km/h. Zudem war der E-Scooter gestohlen. Ein weiterer Fahrer gab an, mit seinem E-Scooter rund 65 km/h fahren zu können. In beiden Fällen waren die erforderlichen Voraussetzungen für das Führen eines solchen Fahrzeugs nicht gegeben. Gegen die Betroffenen wurden entsprechende Strafanzeigen gefertigt.

Insgesamt stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Verstöße fest. Unter anderem wurden 13 Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung gefertigt. Darüber hinaus wurden weitere Verkehrsverstöße geahndet und Hinweise an das Straßenverkehrsamt übermittelt.

Die Polizei beobachtet zudem, dass insbesondere Jugendliche mit technisch veränderten E-Scootern teilweise in größeren Gruppen unterwegs sind. Dabei stellen riskante Fahrmanöver, hohe Geschwindigkeiten und Fluchtversuche vor Polizeikontrollen eine erhebliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.

Die Polizei Mönchengladbach wird das Phänomen weiterhin im Blick behalten und auch künftig gezielte Schwerpunktkontrollen durchführen.

Quelle:
Polizei Mönchengladbach

By CUH