Gerderather rufen über verschiedene Gruppen im Social Network auf
Erkelenz Gerderath
Hier ein Update mit einer Pressemeldung der Stadt Erkelenz – bitte klicken
Bürgerinnen und Bürger aus Gerderath setzen sich für den Erhalt der örtlichen Schwimmhalle ein. Sie hoffen, dass trotz der schwierigen personellen Situation eine Lösung gefunden wird, damit das Bad künftig wieder öffnen kann. Denn die Schwimmhalle ist weit mehr als eine Sportstätte: Sie ist ein wichtiger Ort für Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft.
Besonders schwer wiegt die Schließung für die Kinder und Jugendlichen. Wer bereits schwimmen kann und bislang selbstständig in seiner Freizeit die Schwimmhalle besucht hat, verliert eine wohnortnahe Möglichkeit, diesem Hobby nachzugehen. Auch Kinder, die ein Schwimmabzeichen erwerben oder ihre Fähigkeiten verbessern möchten, können das Angebot vor Ort nicht mehr nutzen.
Hinzu kommt, dass künftig kein Schwimmlehrer mehr zur Verfügung steht, der die jungen Menschen fachkundig begleitet. Der bisherige Schwimmlehrer genoss einen sehr guten Ruf: Durch sein Engagement und seinen direkten Draht zu den Kindern und Jugendlichen vermittelte er nicht nur wichtige Fähigkeiten, sondern auch Freude und Sicherheit im Wasser. Er wurde jedoch nur noch bis zum Jahresende in das Erkelenzer Schwimmbad versetzt. Damit wird es in Gerderath auch keinen Bademeister mehr geben – die Schwimmhalle bleibt geschlossen.
Verlust trifft alle Generationen
Gerade in einer Zeit, in der immer wieder auf die Bedeutung sicherer Schwimmfähigkeiten hingewiesen wird, ist die Schließung besonders bedauerlich. Kinder brauchen erreichbare Angebote, um Schwimmen zu lernen, regelmäßig zu üben und sich in ihrer Freizeit zu bewegen. Fällt ein solches Angebot weg, fehlt nicht nur ein Hobbyraum, sondern auch ein wichtiger Baustein der Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge.
Doch nicht allein die junge Generation ist betroffen. Auch viele ältere Menschen nutzten die Schwimmhalle regelmäßig. Für sie wurden Kurse angeboten, die Bewegung, Fitness und Gesundheit förderten. Gerade gelenkschonende Aktivitäten im Wasser sind für ältere Menschen von besonderer Bedeutung.
Darüber hinaus kamen Besucherinnen und Besucher aus umliegenden Dörfern und Städten nach Gerderath. Sie schätzten die gemütliche, familiäre und angenehme Atmosphäre des Bades. Die Schwimmhalle war damit ein Treffpunkt für Jung und Alt und ein Ort, an dem Gemeinschaft ganz selbstverständlich gelebt wurde.
Dass eine solche Einrichtung allein aufgrund der personellen Situation verloren gehen könnte, sorgt bei vielen Menschen für Unverständnis und große Enttäuschung. Die Bürgerinnen und Bürger hoffen deshalb, dass Verantwortliche, Politik und Verwaltung gemeinsam nach tragfähigen Lösungen suchen. Ihr Ziel ist klar: Die Gerderather Schwimmhalle soll wieder für die Menschen aus dem Ort und den umliegenden Ortschaften geöffnet werden.
Jugendwerkstatt bietet Gelegenheit zur Mitwirkung
Eine besondere Möglichkeit, sich für die Schwimmhalle einzusetzen, bietet die Jugendwerkstatt am 5. September in der Stadthalle Erkelenz. Alle Kinder und Jugendlichen aus Gerderath ab zehn Jahren können dort von 10.45 bis 15 Uhr ihre Wünsche, Ideen und Anliegen einbringen.
Dabei sollte auch der Erhalt der Gerderather Schwimmhalle zur Sprache kommen. Die Veranstaltung gibt jungen Menschen die Gelegenheit, deutlich zu machen, welche Bedeutung das Bad für ihren Alltag, ihre Freizeit und ihre Schwimmausbildung hat.
Die Meinung von Kindern und Jugendlichen ist wichtig. Sie sind Teil der Zukunft und sollten mitentscheiden dürfen, was in ihrer Stadt und ihrem unmittelbaren Lebensumfeld geschieht. Deshalb lautet der Appell: Nutzt diese Gelegenheit, macht euch für eure Interessen stark und gebt eurer Stimme Gehör – denn eure Stimme zählt!
Foto: Privat
