HOHES VENN/MONSCHAU
Seit Freitagmittag kämpfen Hunderte Einsatzkräfte aus mehreren Ländern gegen einen Großbrand im Hohen Venn. Das Feuer nahe dem Polleur-Venn hat sich inzwischen auf eine Fläche von rund 3.200 Hektar ausgebreitet. Die Feuerfront liegt derzeit etwa 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
In der Nacht zu Montag wurden die Orte Ruitzhof und Geisberg bei Kalterherberg sowie Küchelscheid und Leykaul in der Gemeinde Bütgenbach vorsorglich evakuiert. Für die zuvor aus Sourbrodt in der Gemeinde Weismes evakuierten Anwohner gibt es hingegen Entwarnung: Sie sollen am Montagabend in ihre Häuser zurückkehren können.
Bislang wurden zwei Menschen leicht verletzt. Eine Einsatzkraft musste zudem mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus gebracht werden.
An dem grenzüberschreitenden Großeinsatz beteiligen sich Hunderte Helfer. Unterstützung kommt unter anderem von der Feuerwehr der Städteregion Aachen, sechs belgischen Panther-Militärfahrzeugen und zwei NH-90-Hubschraubern der Bundeswehr. Darüber hinaus sind Löschtrupps aus den Niederlanden, Norwegen und Schweden im Einsatz.
Auch zahlreiche Landwirte, Speditionen und Privatleute leisten einen wichtigen Beitrag zur Brandbekämpfung. Sie unterstützen die Feuerwehr tatkräftig mit zusätzlicher Manpower sowie dringend benötigtem Material und Fahrzeugen. Ihr Engagement trägt dazu bei, die Einsatzkräfte vor Ort zu entlasten und die umfangreiche Versorgung des Großeinsatzes aufrechtzuerhalten. Auch Verpflegung wird von Privatleute zu den Einsatzkräften gebracht.
Wegen des Brandes bleiben die Zufahrten zum Venn, Teile der Nationalstraße N68 sowie Parkplätze an den Talsperren Eupen und Gileppe gesperrt. Auch die Strecke zwischen Bütgenbach und Eupen über Monschau und Sourbrodt ist nicht befahrbar. Die ausgeschilderte Umleitung führt über Waimes, Malmedy und die Autobahn
Symbolbild / Bericht
Heinsberg Magazin
