Social Media

Das Feuer breitet sich derzeit nicht weiter aus. Rund 1.800 Kräfte kämpfen gegen die Flammen,
doch Wind und mögliche Gewitter halten die Lage angespannt. Der evakuierte Ortsteil Gey bleibt vorerst gesperrt
Foto: Ron Weimann

Hürtgenwald 15. August 2026.

Im Kampf gegen den großflächigen Waldbrand im Hürtgenwald zeichnet sich eine erste Entspannung ab. Der Brandherd habe sich in der Nacht zum Samstag nicht weiter vergrößert, teilte der Kreis Düren mit. Am Nachmittag bezeichneten die Verantwortlichen die Lage als „verhalten optimistisch“. Unter Kontrolle ist das Feuer allerdings noch nicht hört man von Seiten der Dürener Kreisverwaltung

Inzwischen sind rund 1.800 Einsatzkräfte vor Ort. Neben Feuerwehren und Polizei beteiligen sich die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, die Malteser und die Johanniter an dem Großeinsatz. Unterstützt werden sie von zahlreichen freiwilligen Helfern und Landwirten. Mehrere Hubschrauber werfen Löschwasser aus der Luft ab; Bundeswehrfahrzeuge und angelegte Schneisen sollen eine weitere Ausbreitung am Boden verhindern.

Nach Behördenangaben standen zeitweise rund 300 Hektar Wald in Flammen. Am Samstag breitete sich das Feuer zunächst nicht weiter aus. Feuerwehrsprecher Peter Berndgen zeigte sich mit den bisherigen Löschergebnissen „sehr zufrieden“. Landrat Ralf Nolten äußerte die Hoffnung, den Brand spätestens am Sonntag weitgehend unter Kontrolle zu bekommen.

Gey bleibt evakuiert
Für die etwa 2.000 Einwohnerinnen und Einwohner des Ortsteils Gey gibt es noch keine Entwarnung. Sie mussten am Freitag ihre Häuser verlassen, nachdem die Flammen bis auf wenige Hundert Meter an den Ort herangerückt waren. Auch ein Pflegeheim wurde geräumt. Als Anlaufstelle dient die Förderschule Athenée Royal in Düren. Wann die Menschen zurückkehren können, ist weiterhin offen.

Die B399 bleibt im Einsatzgebiet gesperrt. Auch die A4-Ausfahrten Düren und Langerwehe werden als Rettungszufahrten benötigt. Die Behörden bitten darum, Gey weiträumig zu umfahren und sich von den Löscharbeiten fernzuhalten. Zudem sollen die Bewohner von Vossenack, Hürtgen, Kleinhau, Großhau und Simonskall wegen des hohen Löschwasserbedarfs sparsam mit Trinkwasser umgehen.

Wetter bleibt entscheidend
Die größte Unsicherheit ist derzeit das Wetter. Wind aus nördlicher Richtung könnte Glutnester erneut anfachen und die Feuerfront verlagern. Zusätzlich beobachten die Einsatzkräfte die mögliche Bildung einer Gewitterzelle. Regen, der die Löscharbeiten nachhaltig erleichtern könnte, ist bislang nicht in Sicht.

Die Ursache des Brandes ist weiterhin ungeklärt. Während die Einsatzkräfte rund um die Uhr arbeiten, bleibt die wichtigste Nachricht des Tages: Das Feuer wächst momentan nicht weiter. Ob daraus eine dauerhafte Entspannung wird, hängt jedoch entscheidend von Wind und Wetter in den kommenden Stunden ab.

By CUH