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Die GRÜNE Kreistagsfraktion Heinsberg setzt sich für eine stärkere Unterstützung junger Familien und den weiteren Ausbau der „Frühen Hilfen“ ein.
Mit einem Antrag im Jugendhilfeausschuss fordert die Fraktion die Kreisverwaltung auf, die Einführung eines kreisweiten Baby-Besuchsprogramms umfassend zu prüfen.

Ziel ist es, Familien bereits in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes niedrigschwellig zu erreichen, über Unterstützungsangebote zu informieren und frühzeitig Hilfen anzubieten.

Dazu soll die Verwaltung die fachlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen eines Programms untersuchen, das allen Familien mit Neugeborenen mindestens einen Hausbesuch durch qualifizierte Fachkräfte innerhalb der ersten drei Lebensmonate ermöglicht.

Darüber hinaus soll geprüft werden, welche Erfahrungen andere Jugendämter mit vergleichbaren Programmen gemacht haben und wie eine Umsetzung gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen gestaltet werden kann.

Vor dem Hintergrund der angekündigten Schließung der Geburtsstation am Krankenhaus Heinsberg sehen die GRÜNEN zusätzlichen Handlungsbedarf.

Künftig wird es im Kreis Heinsberg nur noch einen Geburtsstandort in Erkelenz geben. Die Fraktion bedauert diese Entwicklung und sieht darin einen weiteren Grund, Familien nach der Geburt verlässlich zu begleiten und ihnen den Zugang zu Unterstützungsangeboten zu erleichtern.

„Familienzuwachs ist immer mit großen Herausforderungen verbunden. Gerade in solch einer Phase sind Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten viel wert. Ein Baby-Besuchsprogramm unterstützt und hilft, Bedarfssituationen frühzeitig zu erkennen“, erklärt Niklas Königs, Mitglied der GRÜNEN Fraktion im Jugendhilfeausschuss.

Die GRÜNEN verweisen dabei auf bestehende positive Erfahrungen in der Stadt Heinsberg, wo ein entsprechendes Angebot bereits erfolgreich umgesetzt wird. Dieses Modell könne als Grundlage für eine kreisweite Lösung dienen.

„Wer Familien von Anfang an begleitet, stärkt Kinder, Eltern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Schließung der Geburtsstation in Heinsberg bedauern wir sehr. Wenn sich politische Möglichkeiten für ihren Erhalt ergeben, werden wir uns dafür einsetzen. Gleichzeitig müssen wir Familien im gesamten Kreis von Beginn an verlässlich unterstützen“, betont Dr. Sabrina Grübener, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Kreistagsfraktion.

Mit ihrem Antrag wollen die GRÜNEN die Präventionsarbeit im Kreis Heinsberg stärken und dazu beitragen, dass alle Familien unabhängig von Wohnort und sozialer Situation frühzeitig Zugang zu Informationen, Beratung und Unterstützung erhalten.

Quelle:
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kreistagsfraktion

By CUH