Hückelhoven
An der Realschule Ratheim ist es zu einer Amokdrohung gekommen, die über den Account eines Schülers verbreitet wurde. Neben der Drohung kursierten weitere verstörende, teils gewaltverherrlichende, rechtsradikale und pornografische Inhalte. Schulleiter Hagen aktivierte umgehend den Notfallplan: Er informierte Polizei, Bezirksregierung Köln und Schulamt, dokumentierte den Vorfall, sicherte Beweise und ließ die Inhalte sperren.
Die Kriminalpolizei schätzte die Gefahrenlage für den Unterricht als gering ein. Der Unterricht fand am Mittwoch statt; einige Eltern ließen ihre Kinder aus Vorsicht zu Hause. Für Montag war regulärer Unterricht vorgesehen. Die Polizei war mit Kräften vor Ort – im Gebäude in Zivil, auf dem Außengelände in Uniform.
Hagen betont, die Entscheidung beruhe auf der Empfehlung der Bezirksregierung und der Einschätzung des polizeilichen Krisenstabs. Polizeisprecher Frank Linkens unterstreicht gegenüber der Heinsberger Zeitung: Jede Amokdrohung werde ernst genommen; die Lage werde stets individuell bewertet. Dass die Nachrichten über den Account eines Schülers verschickt wurden, bedeute nicht, dass dieser sie verfasst habe. Die Auswertung der Handydaten läuft. Eine Anzeige wurde erstattet.
Die Ermittlungen laufen – sobald es neue Erkenntnisse gibt berichten wir weiter.
Foto / Bericht
Heinsberg Magazin
