„Es werden die schwersten aller Landtagswahlen, es werden die besten aller Landtagswahlen“, zeigt sich der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Luis Gärtner kämpferisch bei seiner Eröffnungsrede zur Aufstellungsversammlung der Partei die PARTEI für den Kreis Heinsberg. Da der Vorsitzende Alexander Jungen selbst zur Wahl als Landtagskanidat antreten wollte, überlies er seinem Adjutanten die Versammlungsleitung. Später bei seiner Bewerbungsrede erklärte er den anwesenden Gästen noch einmal die Beweggründe für die Rochade. „Während andere Parteien den Ernst der Lage nicht verstehen und sich lieber nur mit sich selbst beschäftigen, liegt bei uns der Zusammenhalt und der Fokus auf das große Ganze ganz oben. Jeder übernimmt einen wichtigen Teil anstatt nur zuzuschauen. Und ob nun später ich oder ein Konkurrent in den Wahlkampf geht, vom Wahlziel 100%+x werden wir nicht abweichen“. Alexander Jungen macht dabei für seinen Wahlkreis die Landtagsabgeordnete Andrea Reh als größte Konkurentin aus. Schließlich wiese sie die meisten Erfahrungen in der Landespolitik aus und genieße Ansehen in allen Lagern. Und da noch nicht klar wäre, wer für die Grünen antritt und für die anderen sich irgendwer aus dem Selfkant irgendwie auf den Wahlzettel tricksen werden würden, würden sie sich auch nicht groß mit den anderen beschäftigen.
In der Bewerbungsrede für den Wahlkreis Heinsberg II wollte Kandidat Julius Kordas inhaltlich überzeugen. „Natürlich verlangen wir nicht, dass das HS von Kennzeichen verschwindet. Ob die Autos südlich der Mauer GK oder HS tragen ist uns hier herzlich egal.“ Weiter wies Kordas darauf hin, dass geteilte Einheit doppelte Einheit wäre. Auch die besondere Bedeutung des Termins für die Versammlung griff Kordas auf: „Wir treffen uns heute am Schnitzeltag, weil wir uns das Schnitzel nicht verbieten lassen. Ob Schweineschnitzel, Kalbschnitzel, Käseschnitzel oder Sateschnitzel, bleibt ihr in eurer verborten Ideologie hängen, wir essen Freiheit und bringen Freiheit von der dunklen Seite der Verbotsparteien.“ Auch Kordas betonte, dass es keine Rolle spielen würde, ob er oder ein anderer Kandidat für Heinsberg II antreten würde. Schließlich würden die Leute Inhalte und nicht Gesichter wählen wollen.
Am Ende wurde Jungen für Heinsberg I und Kordas für Heinsberg II ohne jeweilige Gegenkandidierenden einstimmig für die Landtagswahlen aufgestellt.
Quelle:
Die Partei
