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Kreis Heinsberg

In einer Anfrage zur Kreistagssitzung am 5. Mai 2026 fordert eine Kreistagsfraktion Aufklärung über den Stand der Gespräche zur Einrichtung einer Verbraucherberatung im Kreis Heinsberg. Hintergrund ist ein Bericht der Heinsberger Zeitung vom 27. April, in dem erneut deutlich wurde, dass der Kreis Heinsberg – gemeinsam mit nur zwei weiteren Kreisen in Nordrhein‑Westfalen – bislang kein eigenes Angebot der individuellen Verbraucherberatung vorhält. Bürgerinnen und Bürger würden derzeit lediglich informiert, jedoch nicht beraten.

Bei der Sitzung des zuständigen Landtagsausschusses war zudem der Vorschlag diskutiert worden, eine Kooperation mit Nachbarkreisen wie Düren oder Jülich zu prüfen. Der Vorstandsvorsitzende der Verbraucherzentrale NRW, Wolfgang Schuldzinski, reagierte darauf jedoch mit deutlichen Worten: Man wolle „keine Kommunen als Trittbrettfahrer, die sich um die Kosten drücken“.

Vor diesem Hintergrund richtet die Fraktion drei konkrete Fragen an Landrat Stephan Pusch. Erstens soll geklärt werden, ob die von Pusch im Kreisausschuss am 16. September 2025 angekündigten Gespräche mit der Verbraucherzentrale NRW sowie mit Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen inzwischen stattgefunden haben. Zweitens wird nach den Ergebnissen dieser Gespräche gefragt. Drittens möchte die Fraktion wissen, wie die Kreisverwaltung nun weiter vorzugehen plant.

Die Antworten sollen in der kommenden Sitzung des Kreistags gegeben werden und könnten entscheidend dafür sein, ob der Kreis Heinsberg künftig ein eigenes Angebot der Verbraucherberatung erhält oder alternative Wege eingeschlagen werden.

Quelle:
SPD Kreistagsfraktion

By CUH