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Hückelhoven/Wassenberg

Seitdem Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um Punkt 12 Uhr erhöhen dürfen, herrscht kurz vor Mittag vielerorts Ausnahmezustand. Besonders am Donnerstag, 9. April 2026, spielte sich auf der Jülicher Straße in Hückelhoven ein inzwischen vertrautes Szenario ab: lange Autoschlangen, hektische Fahrer und volle Zufahrten zu den Tankstellen. Jeder wollte noch schnell vor der Preissteigerung tanken – und sorgte damit selbst für Stau und Unmut.

Auch im nahegelegenen Wassenberg nutzte man die gesetzliche Preisfreigabe zur Mittagszeit. Die dortige HEM-Tankstelle erhöhte ihren Dieselpreis um ganze 11 Cent pro Liter. Für viele Autofahrer kam die Erhöhung überraschend, andere warteten gezielt bis kurz vor zwölf – und saßen dann im Pulk gleichgesinnter Schnäppchenjäger fest.

Die neue Regelung, nach der Preiserhöhungen nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags zulässig sind, sollte laut Bundesregierung mehr Transparenz schaffen und Preisschwankungen eindämmen. Doch bislang zeigen sich für Verbraucher kaum Vorteile: die Preise steigen meist zur Mittagszeit deutlich an, während es am Vormittag zu chaotischen Zuständen und am Nachmittag zu leeren Zapfsäulen kommt.

Beobachten kann man enormem Andrang vor Mittag und sinkender Kundenzahl danach. Viele Autofahrer steuern jetzt geballt kurz vor zwölf die Tankstelle an.

Die Spritpreisregelung zeigt also bereits nach wenigen Tagen, dass sie zwar für weniger Preisschwankungen, aber nicht unbedingt für ruhigere Abläufe an den Tankstellen sorgt – im Gegenteil: um elf Uhr herrscht Stress, um zwölf Uhr Stillstand und den
Preis für Kraftstoff ernsthaft gesenkt hat auch niemand.

Foto / Bericht:
MediaBiker

By CUH