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Am 21. August 2025 wurde Simon Bohr in Völklingen während eines Einsatzes tödlich getroffen. Der damals 18-jährige Ahmet G., der zuvor eine Tankstelle mit einem Messer überfallen hatte, richtete laut Ermittlungen mehrere Schüsse mit einer entwendeten Dienstwaffe auf den Beamten. Sechs Projektile trafen Bohr – sein Tod war sofort.

Der Täter gestand die Tat im Prozess, doch die Richterin sah keinen Mord, sondern lediglich einen besonders schweren Raub. Das Gericht folgte der Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters, der bei Ahmet G. eine schizophrene Erkrankung feststellte und ihm eine „erheblich verminderte Steuerungsfähigkeit“ bescheinigte. Statt einer Haftstrafe wurde der junge Mann in die forensische Psychiatrie eingewiesen.

Fassungslosigkeit und Wut
Das Urteil löste tiefe Fassungslosigkeit aus. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) bezeichnete die Entscheidung als „Schlag ins Gesicht für alle Kolleginnen und Kollegen“. Auch „BILD“ kommentierte, das Urteil sei „ein Schlag ins Gesicht der Witwe“

Innenminister Reinhold Jost rief dazu auf, die richterliche Entscheidung zu respektieren, betonte jedoch, dass der Fall umfassend aufgearbeitet werde, um Lehren für Ausbildung und Polizeiarbeit zu ziehen. (Quelle. es.heftje.de)

Die Witwe Selina Bohr, die den Prozess als Nebenklägerin verfolgte, hat seitdem öffentlich um Anerkennung des Leids und eine klare Benennung der Tat als Mord gebeten.

Petition für Gerechtigkeit
Unter dem Titel „Gerechtigkeit für den Polizisten Simon Bohr“ wurde nun eine Petition auf change.org – zur Petition hier klicken – gestartet. Tausende Bürgerinnen und Bürger fordern darin, das Urteil zu überprüfen und ein Zeichen für Respekt und Schutz von Polizeibeamten zu setzen. Die Initiative betont, dass Polizisten, die täglich ihr Leben riskieren, auch im Tod Würde und Gerechtigkeit verdienen.

Die Petition findet rasant Zuspruch – in sozialen Netzwerken teilen Menschen ihre Empörung und Solidarität.
Der Ruf nach einer Gesetzesreform zur Neubewertung von Schuldfähigkeit bei schweren Gewaltverbrechen hallt laut nach.

Ein Land trauert – und kämpft um Gerechtigkeit
Simon Bohr wurde bei der Ausübung seines Dienstes getötet. Für viele steht fest: Die Gesellschaft schuldet ihm mehr als Mitleid – sie schuldet ihm ein gerechtes Urteil.

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Foto: Screenshot der Webseite / Petition

By CUH