Wunderbare, selbst erdachte Kurzgeschichten zum Wettbewerbsthema „Glück“ warteten im Naturparktor Wassenberg auf die zahlreich erschienenen Besucher und Besucherinnen bei einer Soirée der besonderen Art, die von der Bücherkiste Wassenberg e.V. organisiert und durchgeführt wurde. Insgesamt zehn von über dreißig Titeln hatte ein Jurorenteam um Heike Dahlmanns, Magda Heffels und Stephan Michels prämiert und die glücklichen Gewinner_innen aller Altersstufen durften nach der Lesung ein Buch-Präsent aus der Hand von Vorstandsmitglied Birgit Sieben-Weuthen entgegennehmen. Zusammen mit Teamkollegin Irmgard Stieding führte sie durch den abwechslungsreichen Abend, den der Jazz-Musiker Eckart Krause noch mit Musikstücken von Duke Ellington, Gas Khan und Jimmy van Heusen anreicherte. Ursula Kurzweg, als bekannte Vorleserin aus Wassenberg, streute immer mal wieder ein Gedicht der „ganz Großen“ oben drauf, so dass am Ende jeder Besucher literarisch „beglückt“ den Heimweg antreten konnte.
Den Auftakt zur Soirée machten Alina, Merle, Lena, Marie, Marla und Magdalena aus der siebten Jahrgangsstufe des Cornelius-Burgh-Gymnasiums, die mit ihren Geschichten, die sie kooperativ und völlig eigenständig entwickelt hatten, sofort die Herzen der Zuhörer eroberten. Lehrerin Birgit Kleinen hatte sie im Forderkurs „Gesellschaftslehre“, der sich 2025 mit dem Halbjahresthema „Glück“ beschäftigte, dazu ermutigt, an dem Wettbewerb teilzunehmen und die jungen Autorinnen, selbst noch im Alter der Selbstfindung und dem Wunsch, vielleicht einmal etwas Besonderes zu werden, haben das Thema in allen Facetten literarisch überzeugend ausgeleuchtet und es ist ihnen viel „Glück“ zu wünschen bei der Umsetzung ihrer Träume.
Weiter ging es mit den „erwachsenen“ Autorinnen Karin Eykenboom und Klaudia Joschko aus Heinsberg, Anne Heesen und Jana Zander aus Wassenberg, Ingrid Herzberg und Stefanie Schröder-Kometz aus Hückelhoven sowie Gabi Peterek aus Wegberg, die literarisch mit den unterschiedlichsten Glückskonzepten aufwarteten. Ob man das Glück im Garten vor seinen Füßen findet oder bei einer rasanten Berg- und Talfahrt durch das Leben, ob die „perfekte Magie“ dabei eine Rolle spielt, die dafür sorgt, dass auch und gerade Menschen mit einer Behinderung „ins Regenbogen-Licht“ passen, oder ob unser Glücksgedächtnis dafür verantwortlich ist, das Gerüche glücklicher Momente speichert und auch kleine Missgeschicke bei Urlaubsreisen mit dem Camper in der Nachschau mit einem Gefühl von Glück würzt, jedes Glück hat seine Zeit und jedes Glück braucht auch seine Zeit.
Dass die Geschichten bei aller Magie zum großen Teil aus dem realen Leben gegriffen waren, zeigte sich bei der Geschichte „Der lange Weg durch die kurze Gasse“, die auf die Altstadt von Wassenberg gemünzt war. Hier stemmte sich die alte, gehbehinderte Protagonistin gegen den Verfall der Häuser, die nicht mehr von jungem Leben erfüllt werden und trotzte auch ihrer eigenen Gebrechlichkeit. Wenn man den Weihnachtsmann auf dem zauberhaften Adventmarkt am Verlorenenturm sehen will, dann darf man sich nicht aufgeben, dann muss man in Kauf nehmen, dass eine kurze Gasse zu einem langen Weg wird. Übrigens, die alte Dame war real anwesend und gab den Veranstaltern mit auf den Weg, doch dafür zu sorgen, dass die Kopfsteinpflaster-Wege etwas begehbarer und damit für Rollator-Fahrer-innen wieder kürzer werden können.
Das Booklet mit allen eingereichten Geschichten ist in der Bücherkiste für 4 Euro käuflich zu erwerben.
Quelle:
Bücherkiste Wassenberg
