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Aachen/Geilenkirchen/Hückelhoven/Alsdorf

Knapp drei Wochen nach der Explosion eines Sprengsatzes an einem weißen BMW im Aachener Stadtteil Verlautenheide hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) schlug am Montag in mehreren Städten der Region zu. Den Männern wird versuchter Mord sowie das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aachen fanden die Durchsuchungen in Geilenkirchen-Hatterath, Hückelhoven und Alsdorf statt. Dabei wurden mehrere Immobilien der Verdächtigen durchsucht – sowohl Wohn- als auch Geschäftsgebäude. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit der Explosion vom 3. März, bei der ein hinter einem Mehrfamilienhaus abgestellter BMW vollständig zerstört wurde. Zwei weitere Fahrzeuge und die Fassade des Hauses wurden damals ebenfalls beschädigt.

Ein 46-jähriger aus Venezuela gilt als einer der Hauptverdächtigen. Gegen ihn erließ das Amtsgericht Aachen Haftbefehl wegen versuchten Mordes und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Das SEK nahm ihn in Gewahrsam. In einem der durchsuchten Gebäude in Geilenkirchen-Hatterath entdeckten die Einsatzkräfte nach unbestätigten Meldungen eine Marihuana-Plantage. Der Mann wurde bereits einem Haftrichter vorgeführt.

Auch ein 40-jähriger türkischer Staatsangehöriger wurde in Alsdorf festgenommen. Auch ihm werden Beteiligung an der Explosion und versuchter Mord vorgeworfen. Beide Verdächtigen sollen laut Ermittlern als Hintermänner und mögliche Auftraggeber der Tat gelten.
Hinter der Tat vermuten die Ermittler Auseinandersetzungen im persönlichen Umfeld und offene Geldforderungen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Aachen dauern an.

Symbolfoto SEK Einsatz
Heinsberg Magazin

By CUH