Hückelhoven
Die FDP und FW‑UWG‑Ratsfraktion fordert von Bürgermeister Bernd Jansen umfassende Aufklärung über die aktuellen und vergangenen Verkehrsbehinderungen rund um die Millicher Straße (L117) in Ratheim. Hintergrund ist die erneute Vollsperrung der Strecke im Zuge der Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet „Haller Acker“, die seit Wochen zu erheblichen Belastungen für Anwohner und den örtlichen Einzelhandel führt.
Bereits 2024 war die wichtige Verbindungsstraße über mehrere Wochen dicht, was laut FDP und FW‑UWG damals zu deutlichen Umsatzeinbußen führte – besonders im Weihnachtsgeschäft. Auch diesmal beklagen Geschäftsleute sinkende Kundenfrequenzen. Die Fraktion erinnert daran, dass die Verwaltung nach Kritik im vergangenen Jahr eine verbesserte Informationspolitik zugesagt hatte. Aus Sicht der FW‑UWG ist davon bislang wenig zu spüren.
Zusätzlichen Ärger gibt es wegen der seit Montag eingerichteten halbseitigen Sperrung am Kreisverkehr zum Schibsler Weg. Laut Rückmeldungen aus der Bürgerschaft komme es dort zu Rückstaus, komplizierten Zufahrten und Fehlleitungen von Lkw wegen unzureichender Beschilderung.
Die FDP und FW‑UWG will nun vor Gesprächen mit betroffenen Unternehmen klären lassen, wie die Verwaltung informiert hat, ob es Absprachen mit Händlern gab und ob deren Hinweise in die Planung eingeflossen sind. Konkret verlangt die Fraktion Antworten auf mehrere Punkte: den Zeitpunkt der Information der Einzelhändler, die Kommunikationswege, mögliche Gespräche mit Verwaltung und Bauträger sowie die Frage, ob Auswirkungen auf das Ostergeschäft berücksichtigt wurden.
Die Fraktionsmitglieder Sascha Junker und Heinz‑Jürgen Wolter bitten den Bürgermeister um eine zeitnahe Stellungnahme, um gegenüber Bürgern und Geschäftsleuten „verlässliche und sachrichtige Informationen“ geben zu können.
Quelle: FW-UWG Ratsfraktion Hückelhoven
Foto / Bericht:
Heinsberg Magazin
