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Familienfest zum Welt-Downsyndrom-Tag auf Gut Schenkelieck mit Lesung

Veranstalter: Treffpunkt Trisomie 21 Kreis Heinsberg
Gruppenleitung: Rosemarie Gunia & Meike Heppner
Schirmherrschaft: Andrea Reh
Heinsberg, Februar 2026 – Anlässlich des Welt-Downsyndrom-Tages lädt der Treffpunkt Trisomie 21 Kreis Heinsberg am 21. März 2026 zu einem großen Familienfest auf Gut Schenkelieck ein. Zwischen 15:00 und 19:00 Uhr erwartet Besucher*innen ein vielseitiges, inklusives Programm für Groß und Klein. Nachdem das erste Familienfest im letzten Jahr auf so große Resonanz gestoßen ist, folgt in diesem Jahr die Neuauflage.
Der Treffpunkt Trisomie 21 versteht sich als offene Gemeinschaft von Familien im Kreis Heinsberg, die Erfahrungen teilen, einander unterstützen und Mut machen. „Wir sind eine Gemeinschaft, die Erfahrungen teilt, Mut macht und einander begleitet – offen für alle, die betroffen oder Angehörige sind.“
Besonders freut sich der Treffpunkt Trisomie21 Kreis Heinsberg, dass Andrea Reh MdL in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernimmt.
Ein Fest voller Begegnungen, Kultur und Erlebnisse mit einem tollen Programm

Höhepunkte der Veranstaltung:
Lesung mit Lara Mars – 16:00 Uhr
Autorin und Influencernin Lara Mars, die mit ihrem Projekt „Von Mutter zu Mutter“ zahlreiche Familien begleitet, liest um 16 Uhr aus ihrem Buch. Ihre Texte berühren, klären auf und fördern den Austausch zwischen Familien mit und ohne Kind mit Trisomie 21.
Live-Musik von Mike Schmidt
Für stimmungsvolle Atmosphäre sorgt Musiker Mike Schmidt, der mit hochwertiger Live-Musik das Fest begleitet und für besondere Momente sorgt.
Spiel, Spaß und Erlebnisse für Kinder und Familien
• Große Hüpfburg
• Besuch des Erlebnisbauernhofs
• Betriebsführungen über den Hof – spannend für Kinder und Erwachsene
• Viele Mitmachstationen, Spielangebote und Raum für Begegnungen
Große Tombola mit Unterstützung regionaler Unternehmen
Eine üppig bestückte Tombola bietet tolle Gewinne. Zahlreiche Unternehmen aus der Region unterstützen das Fest mit Sachspenden und Gutscheinen.
Spenden für wichtige Vereinsprojekte
Der Treffpunkt Trisomie 21 sammelt im Rahmen des Festes Spenden, um zentrale Unterstützungsangebote auszubauen – insbesondere:
1. Ausbau der Peer-Beratung für Schwangere nach positivem NIPT-Test
Die Peer-to-Peer-Begleitung soll erweitert werden, um werdende Eltern nach einem auffälligen Befund kompetent, einfühlsam und zeitnah zu unterstützen.
Neue, leicht verständliche und authentische Infomaterialien sollen Familien helfen, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen.
Der Treffpunkt möchte das regionale Unterstützungsnetzwerk stärken, um Ratsuchenden verlässliche Ansprechpartner vermitteln zu können.
4. Unterstützung der Mitgliederfamilien
Ein Teil der Spenden fließt in Familienaktivitäten, Ausflüge und Auszeiten für pflegende Angehörige, die im Alltag oft stark gefordert sind.
Eintritt: Beitrag zum Buffet
Der Eintritt zum Fest ist frei. Das Veranstaltungsteam wünscht sich stattdessen einen Beitrag zum Buffet. Von Fingerfood bis Kuchen – so entsteht ein großes, buntes und vielfältiges Buffet für alle Gäste.
Der Welt-Downsyndrom-Tag
Am 21. März wird weltweit auf die Bedürfnisse, Potenziale und Rechte von Menschen mit Trisomie 21 aufmerksam gemacht. Das Familienfest setzt ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion und ein wertschätzendes Miteinander.
Ort & Anmeldung
Ort: Gut Schenkelieck, Oberlieck 4, 52525 Heinsberg
Datum: 21. März 2026
Uhrzeit: 15:00–19:00 Uhr
Veranstalter: Treffpunkt Trisomie 21 Kreis Heinsberg
Gruppenleitung: Rosemarie Gunia & Meike Heppner
Schirmherrschaft: Andrea Reh
Kontakt: treffpunkt.trisomie21.kh@gmail.com
Website: www.treffpunkttrisomie21kreisheinsberg.de
Die Veranstaltung ist kostenfrei und offen für alle Interessierten.

Aufgewachsen im Rheinland, über Umwege im Allgäu gelandet, verschlug es Lara Mars zunächst in die Filmbranche, danach ins Marketing. 2015 heiratete sie ihren Mann Pio, 2018 wurde ihre Tochter Tilda mit dem Down-Syndrom geboren und brachte die drei zurück nach NRW. Ihre Erfahrungen verarbeitet Lara Mars in ihrem Projekt »Von Mutter zu Mutter« und half damit schon zahlreichen Familien, die Diagnose anzunehmen und den Alltag gut zu gestalten.

Anzüge aus dem Buch, die sich für eine Bewerbung gut eignen:

Meine Tochter hat das Down-Syndrom.Jede Zelle ihres Körpers hat ein Chromosom mehr als bei neurotypischen Menschen. Neurotypische Menschen? Hört sich ungewohnt an? Habe ich mir angewöhnt zu sagen. Weil ich es irgendwie nicht richtig finde, von »normalen Menschen« zu sprechen.Was soll das schon aussagen? Meine Tochter ist genauso viel oder wenig normal wie mein Mann. Wobei … wenn ich so darüber nachdenke, ist mein Mann wahrscheinlich weniger normal als meine Tochter. Aber er ist neurotypisch. Hat 46 Chromosomen, so wie ich auch. Ist trotzdem total anders als ich. Genauso ist das übrigens auch mit Menschen, die 47 Chromosomen haben. Sie haben einiges gemeinsam, aber sie sind genauso unterschiedlich, wie du und ich es auch sind. Mit unterschiedlichen Interessen und Begabungen, Ansichten und Vorlieben, Wünschen und Gedanken. Das war mir vor der Geburt meiner Tochter aber nicht wirklich klar. Da wusste ich zwar, dass Trisomie 21 gleichbedeutend mit dem Down-Syndrom ist, aber damit verbunden habe ich nur Klischees und viele Vorurteile.Heute arbeite ich daran, diese abzubauen und anderen Eltern die Angst vor dem vermeintlich schrecklichen Schicksal zu nehmen.

(…)

Es ist unmöglich für jemanden, der vorher keine Berührungspunkte mit Menschen mit Behinderung hatte, zu wissen oder zu verstehen, was das für eine Familie bedeutet. Ich würde mir auch nicht anmaßen zu wissen, wie das Leben meiner Bekannten ist, die eine Tochter mit Zerebralparese hat, oder wie sich die kleine Emma mit dem Williams-Beuren-Syndrom in ihrem Leben fühlt . Ich behaupte, genauso wenig zu wissen, wie sich Familien mit der Diagnose Down-Syndrom fühlen . Es gibt Parallelen, viele Gemeinsamkeiten, aber ebenso Millionen Facetten des Empfindens.
Genau deshalb ist es so wichtig, in einen echten und vielseitigen Austausch miteinander zu kommen. Fragen, antworten, zuhören, sich nähern. Wenn man nämlich immer wieder von vorne anfängt zu erklären, setzt irgendwann Müdigkeit ein. Was ich mir also wünsche, dass jedes Gespräch, wie ein ins Wasser geworfener Kieselstein, Kreise zieht. Kreise, die nicht auf den nächsten Metern aufhören, sondern bis zum Ufer fortwirken .

(…)

Ich bin froh, in einer Zeit zu leben, in der es nicht problematisch ist, Missstände anzusprechen. In einer Zeit, in der immer mehr Eltern sich bewusst mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen. In der Kinderbücher mit Titeln wie Spielzeug ist für alle da geschrieben werden, wo Jungs in rosa Tutus und Mädchen mit Feuerwehrautos und Baggern abgebildet werden. In der es immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird, dass Kinder im Rollstuhl oder mit Hörgeräten in Kinderbüchern auftauchen. In einer Zeit, in der Inklusion offiziell als Menschenrecht gilt und viele Fachleute dies auch leben. Aber ich kann meine Augen nicht davor verschließen, dass es da draußen in unser aller Alltag immer noch etliche Missstände und Benachteiligungen gibt. Wenn ich behaupten würde, dass Barrieren überall ab- statt aufgebaut werden, dann wäre das eine Lüge. Es wäre die Unwahrheit, wenn ich schreiben würde, dass Inklusion vollumfänglich gelebt wird .
Ich bin froh, in einer Zeit zu leben, in der der Wunsch nach all dem nicht völlig utopisch ist . Doch wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns . Also lasst es uns anpacken! Gemeinsam!

Amazon Rezensionen von Lesern:

Meilenstein zur Inklusion
Das einzig Negative: Es ist peinlich, wenn einem erwachsenen Mann beim Lesen des Buches im Bus die Tränen über die Wange kullern. Und das nicht nur auf einer Busfahrt!
Dies ist nicht unsere Geschichte, das Ankommen von Lara mit ihrer Tochter Tilda in ihrem anders als zuvor geplanten Lebensentwurf. Allerdings ist sie ähnlich und so kann ich mich sehr gut in ihre Erlebnisse und Erfahrungen hineinfühlen. Sehr interessant und zum Nachdenken anregend sind dabei ebenso die vielseitigen Gastbeiträge aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Sollten auch Menschen dieses sehr private Buch lesen, die kein Kind mit Trisomie 21 haben? Unbedingt!
Hätte ich es gelesen, wenn wir keines gehabt hätten? Vermutlich nicht. Ich hätte es in meiner Alltagsblase wahrscheinlich nicht einmal bemerkt. Doch das wäre extrem schade gewesen.

Nicht nur für Betroffene Familien
Ein wunderbares Buch dass erzählt, dass eine Diagnose nicht immer das Leben negativ beeinflusst. Lara und ihre Familie sind ein tolles Beispiel dafür, dass manches auf dem zweiten Blick viel mehr Chance als Schicksalsschlag ist.
Was mir besonders gefallen hat, sie hat über 20 Gastbeiträge mit ins Buch genommen. Es kommen andere Familien und auch Experten zu Wort.So hat man wirklich das Gefühl, ein allumfassendes Bild über das Down Syndrom und generell über das Leben mit einem Kind mit Behinderung zu bekommen.
Ein Mutmachbuch mit vielen Gedankanstößen zur Inklusion.
Ein Buch, von dem ich mir wünsche, dass auch Ärzte und Pfleger es lesen, damit Diagnosen feinfühliger übermittelt werden. Denn das Leben ist danach nicht vorbei. Nur eben anders. Oft ein wunderbar anderes Leben.

Quelle:
A. Reh – MdL

By CUH