Heinsberg
Ein ungewöhnlicher Fund hat am Mittwoch, 5. Februar 2026, an der Unterbrucher Straße in Heinsberg für einen Einsatz der Behörden gesorgt. Bei Gartenarbeiten stießen Anwohner auf zwei alte Munitionshülsen, die offenbar seit Jahrzehnten im Boden gelegen hatten. Der Fund wurde umgehend gemeldet.
Das Ordnungsamt der Stadt Heinsberg reagierte zeitnah und sicherte den betroffenen Bereich ab. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte bestand keine Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner. Evakuierungsmaßnahmen waren daher nicht erforderlich, auch Einschränkungen für den Straßenverkehr oder das unmittelbare Umfeld gab es nicht.
Zur fachlichen Beurteilung wurde der Kampfmittelräumdienst aus Düsseldorf hinzugezogen. Die Spezialisten bestätigten vor Ort, dass es sich bei den gefundenen Hülsen um Panzermunition aus dem Jahr 1944 handelt. Eine der Hülsen trug einen entsprechenden Jahresstempel, der eine eindeutige zeitliche Einordnung ermöglichte. Die Fundstücke stammen somit aus der Endphase des Zweiten Weltkriegs.
Die Munition wurde anschließend durch die zuständigen Stellen übernommen. Weitere Maßnahmen erfolgten routinemäßig und unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften. Nach Angaben der Behörden bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Bevölkerung.
Auch mehr als 80 Jahre nach Kriegsende werden im Kreis Heinsberg immer wieder Überreste aus dieser Zeit gefunden. Insbesondere bei Bau- oder Gartenarbeiten kommen vereinzelt Kampfmittel oder Munitionsteile zum Vorschein. Die Stadt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, verdächtige Gegenstände nicht zu berühren und Funde umgehend den zuständigen Stellen zu melden.
Foto / Bericht
Ron Weimann
