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Der Januar ist traditionell die Zeit der guten Vorsätze. Mehr Bewegung, gesünder essen, weniger Stress – und
für viele Menschen auch: weniger Alkohol trinken. Gute Vorsätze sind grundsätzlich sinnvoll und zeigen, dass
Menschen Verantwortung für sich selbst übernehmen möchten.

Doch wenn jemand alkoholkrank ist, reichen gute Vorsätze allein meist nicht aus.
Viele Betroffene merken das besonders zu Jahresbeginn. Der feste Entschluss „Ich trinke nur noch am
Wochenende“ oder „Ich mache mal einen Monat Pause“ hält oft nicht lange. Das ist kein Zeichen von
Schwäche, sondern ein Hinweis darauf, dass Alkohol mehr Einfluss hat, als man vielleicht wahrhaben möchte.
Ein wichtiger Punkt dabei: Sich Regeln fürs Trinken zu machen, ist bereits ein deutliches Zeichen für
missbräuchlichen Alkoholkonsum.

Eine Person, die kein Problem mit Alkohol hat, muss sich keine Regeln machen. Sie trinkt – oder eben nicht –
ohne inneren Kampf, ohne ständige Kontrolle und ohne schlechtes Gewissen.

Menschen mit Alkoholproblemen hingegen erstellen häufig ganze Regelwerke, zum Beispiel:
• Ich trinke nur abends
• Ich trinke nur Bier oder Wein, keinen Schnaps
• Ich trinke nur in Gesellschaft
• Ich trinke nicht an Arbeitstagen
• Ich trinke nur nach einem stressigen Tag
• Ich trinke nur eine bestimmte Menge

Ich mache regelmäßig Trinkpausen, um mir zu beweisen, dass ich es im Griff habe
Diese Regeln werden oft gebrochen – und danach neu formuliert. Das kostet Kraft, macht unzufrieden und
verstärkt häufig Scham und Selbstzweifel.
Dabei ist eines ganz wichtig zu sagen: Es ist völlig normal, dass Menschen bei bestimmten Dingen Hilfe
brauchen.
Niemand würde erwarten, eine schwere Krankheit allein zu bewältigen.
Wenn jemand suchtkrank ist, gilt genau dasselbe. Alkoholabhängigkeit ist keine Charakterschwäche, sondern
eine ernstzunehmende Erkrankung.

Die Anonymen Alkoholiker (AA) bieten genau hier Unterstützung. Bei AA treffen sich Menschen, die aus
eigener Erfahrung wissen, wie schwer es ist, allein aufzuhören – und wie entlastend es sein kann, darüber zu
sprechen. Ohne Zwang, ohne Bewertungen und ohne Verpflichtungen.

Der Januar kann ein guter Zeitpunkt sein, ehrlich hinzuschauen. Nicht mit Schuldgefühlen, sondern mit Mut.
Hilfe anzunehmen ist kein Scheitern – es ist ein Schritt in Richtung Veränderung.

Sie erreichen uns wie folgt:
Per Mail: AA_OEA_RGAachen@gmx.de
Telefon: 0241 19295

By CUH