Dr. Joachim Streit MdEP, Norbert Reyans – Bürgermeister Selfkant, Hans Verheijen – Bürgermeister Sittard Geleen (NL), Christian Kravanja – Bürgermeisterkandidat Geilenkirchen, Walter Leo Schreinemacher – Landratskandidat Kreis Heinsberg
Gangelt-Heinsberg-Sittard Geleen
Die FREIEN WÄHLER Kreis Heinsberg hatten zur Podiumsdiskussion zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit eingeladen. Der Einladung folgten der EU-Politiker Dr. Joachim Streit aus Bitburg, Norbert Reyans – Bürgermeister im Selfkant, Hans Verheijen – Bürgermeister für Sittard-Geleen (NL), Christian Kravanja – Bürgermeisterkandidat in Geilenkirchen und Walter Leo Schreinemacher als Landratskandidat für den Kreis Heinsberg. Die Veranstaltung fand am symbolträchtigen Ort in Gangelt am Infocenter statt, nur wenige Meter von der niederländischen Grenze entfernt. Mit der Außenveranstaltung auf den Terrassen des Kahnweihers war die Atmosphäre außergewöhnlich. Dazu trug auch bei, dass alle Plätze besetzt waren.
Nach einer anfänglichen Vorstellungsrunde ging es in die 2-stündige Diskussion.
Norbert Reyans hob hervor, dass die aktuelle Zusammenarbeit vor allem auf der kulturellen Ebene und dem Arbeitsmarkt erfolge.
Hans Verheijen, machte klar, dass es mit der unterschiedlichen Größe der Kommunen auch unterschiedliche Interessen zur Zusammenarbeit gebe. Er stellte heraus, dass z.B. beim Betrieb des Chemiepark Chemelot notwendige Abstimmungen mit den Nachbarn einvernehmlich erfolgen müssen. Hierzu zählen, so Hans Verheijen, der Fachkräftebedarf, der Energiebedarf und auch die Logistik. Fachkräfte werden aus Deutschland und Belgien benötigt, Energie wird gebraucht vor allem aus dem benachbarten Kreis Heinsberg und die Logistik kann nur störungsfrei erfolgen, wenn sowohl auf Straße, Schienen und Wasserwegen die notwendigen Ressourcen sowohl in den Niederlanden, Deutschland und Belgien zur Verfügung stehen.
Christian Kravanja betonte, dass er sich eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Grenzkommunen wünscht und diese aktiv fördern möchte. Viele Herausforderungen ließen sich seiner Ansicht nach nur im grenzüberschreitenden Schulterschluss bewältigen. Er unterstrich, dass er ein überzeugter Europäer sei und dass eine erfolgreiche Entwicklung der Region nur durch engagierte Kooperation möglich ist.
Schreinemacher, der auch schon Mitglied im Regiorat Aachen und Euregiorat Maas-Rhein war, bedauerte dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aktuell von deutscher Seite leider nicht mehr im Vordergrund stehe. Er forderte dies zu ändern. Gerade in von Hans Verheijen genannten Bereichen, aber auch im Bildungsbereich, sieht er Notwendigkeiten. Nach ihm müsse z.B. die niederländische Sprache an den Schulen im Grenzgebiet Pflichtfach werden.er
Ein interessanter Aspekt waren die Redebeiträge vom Bürgermeister aus Sittard-Gellen. Diese erfolgten alle in Niederländisch. Alle Gäste konnten dem, nach Rücksprache ohne Einschränkung folgen.
Quelle:
Freie Wähler Kreis Heinsberg
