Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat eine umfassende Anfrage zur Belastung des Trinkwassers mit sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ und weiteren Schadstoffen im Kreis Heinsberg eingereicht. Die Anfrage soll in der nächsten Sitzung im Ausschuss für Gesundheit beantwortet werden.
Angesichts der wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gesundheitsrisiken von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) sowie der zunehmenden Nachweise dieser Stoffe in Gewässern und Böden bundesweit fordert die Fraktion Aufklärung über die Situation im Kreis Heinsberg.
„PFAS werden nicht umsonst als ‚Ewigkeitschemikalien‘ bezeichnet – sie bauen sich in der Umwelt praktisch nicht ab und reichern sich im menschlichen Körper an.
Die wissenschaftliche Evidenz für ihre gesundheitsschädliche Wirkung verdichtet sich zunehmend“, sagt Jörg van den Dolder, Sprecher der grünen Kreistagsfraktion. „Wir müssen jetzt handeln, um zukünftige Generationen vor diesen Belastungen zu schützen.“
Die Anfrage umfasst vier zentrale Punkte: aktuelle Messwerte zu PFAS-Konzentrationen im Grund- und Trinkwasser des Kreises, Maßnahmen der Wasserversorger zur Identifikation und zur Reduzierung von Schadstoffeinträgen sowie den Stand der Umsetzung der EU- Trinkwasserrichtlinie 2020/2184.
Besonderes Augenmerk legt die Anfrage auf die Einführung einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen, die neben PFAS auch Medikamentenrückstände, Mikroplastik und andere Spurenstoffe aus dem Abwasser filtern kann. „Die vierte Reinigungsstufe ist eine Investition in unsere Zukunft. Wir müssen wissen, ob und wann diese Technologie im Kreis Heinsberg zum Einsatz kommen wird“, fordert van den Dolder.
Quelle:
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kreistagsfraktion Heinsberg
