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vlnr: Robert Sosnitzka, Arne Lenz, Hans-Paul Franke, Maurice Caron

Nürburg/Heinsberg/Gangelt/Wassenberg

Dass soziales Engagement auch mit einem Augenzwinkern und viel Kreativität einhergehen kann, bewiesen Robert Sosnitzka (38) aus Heinsberg und sein Freund Arne Lenz (26) aus Gangelt bei Rock am Ring 2025 eindrucksvoll. Unter dem Motto „Dreh am Büchsrad – für den guten Zweck“ entwickelten die beiden Festivalbesucher ein improvisiertes Glücksrad, das nicht nur für Unterhaltung und tolle Geschenke unter den dortigen Campern sorgte, sondern auch Spenden für die Kinderkrebshilfe Ophoven sammelte.

Die Idee entstand nur wenige Wochen vor dem Festival: „Robert, lass uns ein Glücksrad bauen“, sagte Arne – und Robert, mit etwas handwerklichem Geschick und einem 3D-Drucker ausgestattet, setzte die Idee kurzerhand um.

Zunächst war das Ziel, mit kleinen Gewinnen wie Bierdosen, Stickern und selbstgebatikten T-Shirts, sowie kleinen Schnäpsen als „Niete“, die Unkosten ihres Camps auf dem B5-Campingplatz zu decken. Doch schnell entschieden sich die beiden dazu, sämtliche Einnahmen einem guten Zweck zu widmen – der Kinderkrebshilfe Ophoven, mit der Robert bereits seit seinem Abitur 2006 am Cusanus-Gymnasium in Erkelenz verbunden ist.

Und das Projekt wurde ein voller Erfolg: Bereits am ersten Einsatztag, dem Festival-Donnerstag, kamen 530 Euro zusammen – trotz schlechten Wetters. Der Freitag fiel sturm- und konzertbedingt aus, doch am Samstag lief das Rad erneut, begleitet von einem Überraschungskonzert der Band Feine Sahne Fischfilet neben dem Campingplatz und einem spontanen Interview mit dem WDR. Zahlreiche Festivalbesucher ließen sich von der Aktion begeistern, einige spendeten freiwillig – darunter eine Studentin, die gar 100 Euro übergab, welche sie zuvor auf humorvolle Weise über ein Instagram-Reel gesammelt hatte.

Am Ende kam so ein Spendenbetrag von insgesamt 1.200 Euro für die Kinderkrebshilfe zusammen. Die Vorsitzende der Stiftung Kinderkrebshilfe Ophoven, Michelle Moll, ihr Bruder Maurice Caron und Hans-Paul Franken bedankten sich herzlich für das Engagement der beiden Festivalbesucher und kündigten an, die Spende für konkrete Projekte zugunsten krebskranker Kinder zu verwenden.

„Was mich allerdings enttäuscht, ist das fehlende Interesse der lokalen Presse“, erklärt Sosnitzka. „Offenbar muss man mindestens 2.500 Euro spenden, damit über so etwas berichtet wird – vor allem, wenn man kein Unternehmen mit Werbeinteressen ist.“ Dabei sei es ihm und Arne wichtig, mit der gelebten Transparenz ein Zeichen zu setzen: Dass jeder mit ein bisschen Herzblut und Kreativität etwas Gutes tun kann. Ganz ohne kommerzielle Hintergedanken.

Mit dem Glücksrad sei nicht nur Geld gesammelt, sondern auch Mut gemacht worden – für Nachahmer und für eine Haltung, die zeigt: Engagement ist keine Frage der Größe, sondern der Idee.

By CUH