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Wassenberg

Mit dem Projekt „Zwei von uns“ will die Wassenberger Feuerwehr die Überlebenschancen der Bürger im Stadtgebiet nach einem Herzstillstand deutlich erhöhen. Bei einem
Herz – Kreislaufstillstand ist es enorm wichtig das schnelle Hilfe kommt und mit einer Reanimation begonnen wird. Mit dem Projekt „Zwei von uns“ möchte de Feuerwehr
zusätzlich zwei Menschenleben pro Jahr retten.

Hierzu haben sich einhundert Feuerwehrkräfte im Wassenberger Stadtgebiet als Corehelper registriert und haben eine High Performance Reanimation Schulung durchlaufen. Zusätzlich hierzu wird aber auch das Netz an zugänglichen AED Geräten (Defibrillator) ausgebaut und ein Mobiler Defibrillator gebaut der bei Events eingesetzt werden kann. Dazu wird über das Thema – und die App „Corehelper informiert und Menschen die im Gesundheitswesen beschäftigt sind werden gebeten sich hier zu in der App zu registrieren.

Corehelper funktioniert recht einfach: Der Leitstelle wird ein Notfall gemeldet zu dem ein Rettungswagen, gegebenenfalls mit Notarzt, geschickt wird. Diese Einsatzmittel benötigen jedoch Zeit um zur gemeldeten Adresse zu gelangen. Corehelper die sich in unmittelbarer Nähe des Betroffenen befinden werden mit alarmiert und können unter Umständen in wenigen Sekunden bereits vor Ort sein und mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen – bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes der dann übernimmt. Und genau diese Zeit zwischen dem Eintreffen des Corehelpers und dem Eintreffen des Rettungsdienst kann darüber entscheiden ob die betroffene Person überlebt – und sich irreparable Schäden minimieren lassen um die Lebensqualität des Betroffenen im späteren Verlauf zu verbessern. Wünschenswert wären drei Corehelper die die Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken können.

von links nach rechts: Stellvertretender Wehrleiter Thomas Mandrossa, Grundheits- und Krankenpflegerin Laura Mandrossa und
Feuerwehrarzt Johannes Oester-Barkey beim Projektstart

 

Doch damit nicht genug. Mit dem Pilotprojekt Pit-Crew-Reanimation wird die Feuerwehr nun den Rettungsdienst unterstützen. Pit Crew ist ein Verfahren das man eventuell schon aus dem Rennsport kennt. Kommt ein Rennwagen in die Box – beispielsweise für den Reifenwechsel – ist verschiedenen Personen genau eine Aufgabe gegeben. Und so soll es auch beim „Rennen“ um Menschenleben sein. Die Pit Crew der Feuerwehr wird seit Montag – bei entsprechenden Notfällen – mit dem Rettungsdienst alarmiert. Den Einsatzkräften wird dann jeweils eine Aufgabe zugewiesen. Diese kann daraus bestehen Hindernisse zu beseitigen, Angehörige beruhigen oder auch den Patienten bei Bedarf umlagern um eine optimalere Versorgung vor Ort herzustellen.

Und schon gibt es „on Top“ noch eine Maßnahme dazu:
Auch Kinder und Jugendliche sollen bei dem Projekt eine Rolle spielen. Hierzu wird es an Schulen einen Workshop unter dem Titel: „Wie aus Schülern Lebensretter werden“ geben.Denn die Kinder heute sind die Lebensretter von morgen und nehmen auf diesem Weg ihr Wissen um die Verantwortung mit auf den Lebensweg.

 

Fotos / Video / Bericht:
Heinsberg Magazin

 

By CUH