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Hückelhoven Ratheim

Am 5. November 2023 kam es in Hückelhoven Ratheim zu einem schrecklichen Unfall. Ein 19jähriger, der laut Polizei betrunken und absolut fahruntüchtig auf der Heerstrasse in Fahrtrichtung Wassenberg unterwegs war erfasste an einer für ihn roten Fußgängerampel in Höhe der Schule eine 31jährige hochschwangere Frau.

Bei dem Unfall kamen sowohl das ungeborene Kind – als auch die Mutter ums Leben. Der junge Mann setzte ohne sich um die Verletzte zu kümmern die Fahrt fort und konnte etwas später von einer Zeugin gestoppt und dazu bewegt werden zum Unfallort zurückzukehren.

Im Nachgang zum Unfall wurde dieser durch Experten und Sachverständige zwei Mal rekonstruiert um feststellen zu können mit welcher Geschwindigkeit die werdende Mutter erfasst wurde und auch um den gesamten Hergang des Unfalls dokumentieren zu können.

Schon kurz nach dem Unfall wurde von einer Mordanklage gesprochen. Diese wuchs aus dem Umstand das der junge Mann versucht hat – mittels seiner Flucht – dem Unfallgeschehen zu entkommen. Hierbei hat er in Kauf genommen das die von ihm angefahrene Frau stirbt.

Die eingereichte Mordanklage wurde zugelassen – allerdings nicht so wie eingereicht. Der 19jährige sieht nun einer Anklage wegen versuchten Mordes durch Unterlassen entgegen. Wie zu erfahren war wurden bei dem Fahrer Blutproben entnommen. Diese ergaben einen Wert von 1,97 Promille – später dann 1,88 Promille. Zusätzlich soll er auch unter dem Einfluss von Drogen – hier wird Kokain genannt – gestanden haben. Durch seine versuchte Unfallflucht wirft die Staatsanwaltschaft ihm nun versuchten Mord durch Unterlassen vor. Verhandelt wird der Fall bei einer Jugendkammer des Landgerichtes. Hier soll es allerdings um den Tod der werdenden Mutter gehen und um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

Die Sachlage zum Unfall ist recht kompliziert. Vorab mußte geklärt werden ob ein ungeborenes Leben getötet wurde. Die Auffassung der Gesetzeslage sagt hierbei aus das der junge Mann zwar die Mutter durch sein Handeln so schwer verletzt hat das diese verstarb – einen Mord an dem ungeborenen Kind sieht man allerdings – gesetzlich – nicht.

Der Prozessbeginn ist für den 10. Juni 2024 angesetzt. Geplant sind bis zum 4. Juli 2024 dann vier Verhandlungstage beim Landgericht in Mönchengladbach.

Foto / Bericht
Heldens / heinsberg magazin

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