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Das Thema „Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ ist auch für alle Vereine mit Jugendabteilung/Jugendarbeit ein wichtiges Thema.

Das Jugendamt der Stadt Hückelhoven hatte daher alle Vereine mit Jugendarbeit für den 25.01.2024 zu einer Informationsveranstaltung in den Ratssaal der Stadt Hückelhoven eingeladen. Dieser Einladung sind viele Vertreter von Vereinen gefolgt.

Caroline Forschelen, Leiterin des Jugendamtes, zeigte sich sehr erfreut über die rege Teilnahme an der Veranstaltung. Sie ist überzeugt, dass dies ein guter Weg ist, Information und Austausch für Vereine zum Thema „Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ zu ermöglichen. Auch mit Blick auf die ehrenamtliche Organisation in den Vereinen will das Jugendamt an dieser Stelle wirksam unterstützen.

Christina Kefalidis von der AWO-Fachberatungsstelle Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Kreis Heinsberg informierte zum Thema „Was ist sexualisierte Gewalt?“, zu Formen von Kindeswohlgefährdung und zum Angebot der Fachberatungsstelle. In der Beratungsstelle können Opfer, Familien/Angehörige, Fachkräfte, Vereine und weitere Akteure Unterstützung erhalten. Die Zielgruppe der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Opfer sexualisierter Gewalt ist in der Altersgruppe bis 27 Jahre zu sehen.
In 2022 wurden drei Fachberatungsstellen im Kreis Heinsberg eingerichtet. Die Standorte finden sich in Erkelenz (Kinderschutzbund), Heinsberg (AWO) und Geilenkirchen (Caritas).

Danach informierte Patricia Hunze-König als neue Netzwerkkoordinatorin Kinderschutz im Jugendamt zum Thema „Was tun bei sexualisierter Gewalt?“. Hier ging es darum, welche Schritte bei Auffälligkeiten oder (vermuteter) sexueller Gewalt möglich sind. Es kann z.B. eine anonyme Beratung in Anspruch genommen, bei der kein Name des Kindes oder des Jugendlichen genannt wird. Wie in allen Kinderschutzfällen ist immer auch eine Meldung von Kindeswohlgefährdung möglich. Auch hier kann die meldende Person anonym bleiben. Frau Hunze-König gab darüber hinaus konkrete Empfehlungen, wie mit Kindern und Jugendlichen bei (vermuteter) sexualisierter Gewalt gesprochen werden kann.

Nach einer ausgedehnten Pause, die alle Teilnehmenden intensiv zum Austausch und zur Information nutzten, informierte Dieter Bransch vom Stadtsportverband über Unterstützungsmöglichkeiten des Landessportbundes. Es besteht für alle Vereine das Erfordernis, ein Schutzkonzept zu erstellen. Insbesondere für Sportvereine sind daran am 2025 auch Fördermittel geknüpft. Da alle Vereine in Dachorganisationen angegliedert sind, können dort auch Informationen zur Erstellung eines Schutzkonzeptes angefragt werden. Herr Bransch empfiehlt allen Vereinen, sich Unterstützung zu holen und in den Austausch gehen.

Die Teilnehmenden folgten den Vorträgen sehr aufmerksam und es entstand ein reger Austausch. Der große Bedarf an Informationen und Unterstützung der Vereine wurde deutlich z.B. auch mit Blick auf die Flut von Informationen zu diesem Thema. Hier wurde empfohlen, sich mit Unterstützung auf die individuellen Gegebenheiten des eigenen Vereins zu konzentrieren und ein passendes Schutzkonzept zu erstellen.

Zum Abschluss wurde von den Teilnehmenden der Bedarf weiterer Veranstaltungen und konkreter Unterstützung geäußert. Frau Forschelen sicherte zu, sich diesbezüglich in der Nachbereitung der Veranstaltung Gedanken zu machen und den Vereinen etwas anzubieten.

Das Foto zeigt die Veranstalter*innen und Referenten*innen der Infoveranstaltung.

Quelle:
Stadtverwaltung Hückelhoven

By CUH