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Roermond

Eine Geldautomatensprenger Bande nutzte Roermond als Stützpunkt für Dutzende Sprengstoffüberfälle in Deutschland.

Das sagt die deutsche Polizei. Am Donnerstag gab die Polizei die ersten Ergebnisse von Ermittlungen gegen die Bande bekannt, die vor allem in den südbayerischen und baden-württembergischen Bundesländern aktiv gewesen war. In den Jahren 2021 und 2022 hätten die Mitglieder 50 Mal zugeschlagen.

Am Montag wurden Razzien an 15 Orten in den Niederlanden und Belgien durchgeführt. Die deutsche Polizei hatte um die Festnahme von zwölf Verdächtigen gebeten. Neun Verdächtige wurden festgenommen. Mehr als 200 niederländische Polizisten traten bei den Razzien in Aktion. In Limburg wurden Verdächtige in Roermond und in Echt festgenommen.

Die Polizei fand unter anderem neun Päckchen mit Sprengstoff, die vermutlich für künftige Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten geplant waren. Wie viele dieser neun Pakete am Montag bei einer Autofirma in Roermond gefunden wurden, ist nicht bekannt gegeben worden.

Die Verdächtigen haben die niederländische, türkische, marokkanische und rumänische Staatsangehörigkeit. In einigen Fällen haben diese Personen auch doppelte Staatsangehörigkeiten.

Der gefundene Sprengstoff soll bei Sprengstoffuntersuchungen nach Automatensprengungen der gleiche sein der auch in Roermond gefunden wurde.

Die Täter sollen mehr als fünf Millionen Euro erbeutet haben. Die Explosionen verursachten einen Schaden von mehr als sechs Millionen Euro. Die deutsche Polizei spricht von einem schweren Schlag für die organisierte Kriminalität. Drei Verdächtige werden noch gesucht.

Foto / Bericht
Heldens / westreporter

By CUH