Gemeinsame Nachtragsmeldung der Staatsanwaltschaft und
Polizei Mönchengladbach zu“ Totes Mädchen aufgefunden“- 24-jährige
Tatverdächtige vorläufig festgenommen

Mönchengladbach (ots)

 

Eine Mordkommission der Polizei Mönchengladbach hat am
Mittwoch, 1. Juni 2022, 06:00 Uhr, eine 24-jährige Frau aus
Mönchengladbach(Hardterbroich-Pesch) wegen des dringenden Tatverdachtes, nach
der Entbindung ihre Tochter gewaltsam getötet zu haben, vorläufig festgenommen.

Am 28.März 2022 hatte der Fund eines toten Säuglings in einem öffentlichen
Müllbehälter an der Ackerstraße/Carl-Diem-Straße die Ermittlungen ausgelöst. Das
getötete Baby erhielt von der Mordkommission den Namen Rabea (Mädchen).

Seit dem Leichenfund ermittelten die Kriminalbeamtinnen und -beamten der
Mordkommission sehr intensiv und aufwändig. MK-Leiter Norbert Schmitz: „Wir
haben als Mordkommission vielfältige Unterstützung verschiedener Spezialisten
der Polizei NRW und der Rechtsmedizin erhalten. Kräfte aus
Einsatzhundertschaften, technische Spezialisten, Diensthundeführer sowie die
Dienststelle Operative Fallanalyse (OFA) des Landeskriminalamtes Nordrhein
Westfalen haben uns tatkräftig unterstützt und die Ermittlungen begleitet.Dieser
tragische Fall hat uns alle tief bewegt und wir sind erleichtert, dass wir
Rabeas Schicksal klären konnten.“

Auch eine DNA-Reihenuntersuchung im Umfeld des Fundortes war Bestandteil der
Ermittlungen. Frauen, die grundsätzlich als Zielgruppe infrage kamen, wurden
erfasst und um Abgabe einer DNA-Speichelprobe gebeten. Die 24-Jährige gehörte
dazu. Bei einem Hausbesuch gab sie freiwillig eine Speichelprobe ab.

Das Landeskriminalamt teilte der Mordkommission im Mai mit, dass die DNA der
24-jährigen Frau zur DNA des aufgefundenen toten Mädchens passt.

Nach weiteren Ermittlungen vollstreckte die Mordkommission am Mittwoch, 1. Juni
2022 mehrere von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach beim zuständigen
Amtsgericht erwirkte Durchsuchungsbeschlüsse.

Diese richteten sich gegen die Tatverdächtige sowie Mutter (44) und Bruder (22),
die mit ihr in häuslicher Gemeinschaft leben. Außerdem wurde ein
Durchsuchungsbeschluss beim Lebenspartner (40) in Mettmann vollstreckt. Die
Maßnahmen dienten der Auffindung des möglichen Tatortes sowie der Spuren- und
Beweissicherung.

Mutter, Bruder und Lebenspartner befinden sich im Zeugenstatus. Gegen sie
richtet sich kein Tatverdacht. Sie wurden am Einsatztag als Zeugen vernommen.

Eine unverzüglich durchgeführter DNA-Abgleich ergab, dass der 40-jährige
Lebenspartner Vater von Rabea ist.

Weder Mutter, Bruder noch Lebenspartner hatten nach eigenen Angaben Kenntnis von
der Schwangerschaft der 24-jährigen und noch hätten sie von der Niederkunft und
Tötung des Säuglings gewusst.

Die Tatverdächtige hat in ihrer Vernehmung die Tat eingeräumt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wird die Tatverdächtige heute
dem Haftrichter des Amtsgerichtes Mönchengladbach vorgeführt.

Quelle:
Polizei Mönchengladbach

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