Der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen besuchte das „Integrative Familienzentrum Triangel“ der Lebenshilfe Heinsberg in Waldfeucht. In der neuen inklusiven Kindertagesstätte, die im Oktober 2020 eröffnet wurde, werden 56 Kinder mit und ohne Förderbedarf ab dem ersten Lebensjahr aus dem Raum Waldfeucht von 28 Mitarbeitern der Kita begleitet und individuell gefördert. Die Gruppenräume wurden individuell eingerichtet und die dazu dazugehörigen Möbel wurden in der Schreinerei der Lebenshilfe-Werkstätten entworfen und produziert. Die barrierefreie Einrichtung bietet eine große Außenanlage, die auf die naturnahe Spiel-, Lern- und Bewegungsförderung für Kinder von zwei bis sechs Jahren ausgerichtet ist.

Die Leiterin der Einrichtung, Johanna Tholen und die Leiterin der Einrichtung in Oberbruch Alexandra Küsgens tauschten sich zunächst inhaltlich mit dem Abgeordneten aus. Dabei wurde sich über die Corona-Pandemie in den Kitas, das Kitahelferprogramm mit dem Weiterqualifizierungsangebot sowie die Notwendigkeit des Erhalts heilpädagogischer Einrichtungen mit Integrationsgruppen ausgetauscht. Anschließen führte Frau Tholen den Angeordneten durch die Kindertagesstätte und die dazugehörigen Außenanlagen.

„Nicht für jedes Kind mit besonderem Förderbedarf sei eine reguläre Kindertageseinrichtung die beste Wahl. Eine geeignete therapeutische Begleitung bieten inklusive Kitas, wie die Kitas Triangel“, betonte Frau Küsgens. „Hier setzt die Lebenshilfe mit einem ganzheitlichen Konzept an. In enger Kooperation mit der Interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle erhalten die Kinder je nach individuellem Bedarf heilpädagogische und therapeutische Förderangebote, die fest in den Kita-Alltag integriert sind und in speziellen Rückzugs- und Ruheräumen durchgeführt wird. Die Fachkräfte greifen dabei auf jahrelange Erfahrung in der inklusiven Betreuung zurück“, ergänzte Frau Tholen. Auch die Corona-Pandemie ging an den Kindergärten nicht spurlos vorüber. Notbetreuung, reduzierter Regelbetrieb waren auch hier notwendig. Die deutlich gesunkenen Inzidenzzahlen haben jedoch die vollständige Öffnung der Kindertageseinrichtungen wieder ermöglicht“, so Frau Küsgens.

„Ich habe eine moderne Kita kennenlernen dürfen. Eine inklusive Einrichtung, wie diese, wird auch in Zukunft unerlässlich sein, wenn wir Kinder möglichst individuell fördern wollen. Gut funktionierende Systeme mit entsprechend hoher Qualifikation müssen wir erhalten,“ so Lenzen. „Wir haben mit unserem Kinder- und Familienminister Dr. Joachim Stamp (FDP) landesweit 82.500 neue Kita-Plätze geschaffen. Durch das Kitahelferprogramm und das Weiterqualifizierungsangebot ist es auch möglich, Quereinsteiger hier zu schulen oder eine entsprechende Ausbildung anzubieten, die den Fachkräftemangel in dieser Branche lindert. Von hier aus wollen wir weiter. Wir wollen auch das dritte Kita-Jahr beitragsfrei stellen und die nervenaufreibende Suche nach einem Kita-Platz durch ein Platzangebot ersetzen.

Foto: Georg Kohlen
Lebenshilfe Heinsberg

 

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