Der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen war jüngst zum Dialog über Wohnungs- und Obdachlosigkeit bei der Caritas in Geilenkirchen. Dabei traf er auf Frank Wittke, dem Leiter der Wohnungslosenhilfe, seinem designierten Nachfolger Volker Korst, Abteilungsleiterin Judith Anlauf und Caritas-Vorstand Marion Peters.

Bei einem Rundgang durch die Gebäude konnte sich Lenzen einen Eindruck vom Neubau der Wohneinheiten und von den laufenden Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen im Altbau der Fachberatungsstelle machen. Beim Abschluss der Baumaßnahmen stehen am Standort Geilenkirchen 20 Plätze und vier Notfallschlafplätze zur Verfügung. Hinzu kommen vier Plätze in der Außenstelle in Erkelenz.

„Wir bieten neben der ambulanten Beratung in der Fachberatungsstelle, teilstationäres Wohnen und auch betreutes Wohnen an. Unser Ziel ist die Verselbstständigung der Betroffenen und die Rückkehr in den regulären Wohnungsmarkt“, erläutert Wittke, der seit 42 Jahren in der Wohnungslosenhilfe tätig ist. „Wir machen besonders gute Erfahrungen mit kleinen privaten Anbietern, die an bisher wohnungslose Menschen Wohnraum vermieten. Dabei stehen wir als Ansprechpartner auch nach der Vermietung zur Verfügung, was die Hürden noch einmal absenkt.“

Die Caritas setzt auf ein vollständig durchlässiges System. „Wir sind an jedem Punkt offen für den direkten Weg aus der Wohnungslosigkeit“, so Wittke. Die Klienten haben einen Ansprechpartner, der sie auf dem gesamten Weg begleitet.

Der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW, Stefan Lenzen, zeigte sich beeindruckt von der geleisteten Arbeit: „Die Caritas leistet hier großartiges, um wohnungs- und obdachlosen Menschen wieder ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.“ Lenzen konnte sich auch mit einem Betroffenen persönlich austauschen, einem gelernten Maurer, der nun seit zweieinhalb Jahren einer Arbeit in Belgien nachgeht. „Sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht und sich dann auch Hilfe zu suchen, kostet häufig Überwindung. Man kann die Menschen nur ermuntern, sich Unterstützung zu suchen. Hier in Geilenkirchen gibt es sehr engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und das wird andernorts auch nicht anders sein.“

Für Lenzen ist die Bekämpfung der Wohnungs- und Obdachlosigkeit ein besonders Herzensanliegen. „Kein Dach über dem Kopf ist die schlimmste Form von Armut nach Hunger. Wohnungs- und Obdachlosigkeit ist auch kein reines Großstadtphänomen. Das gibt es auch bei uns im ländlichen Raum. Ich bin sehr stolz darauf, dass es uns in den fünf Jahren NRW-Koalition gelungen ist, die Mittel für die Wohnungslosenhilfe von unter einer Million auf aktuell rund 14 Millionen zu erhöhen. Das Geld ist richtig angelegt.“

Foto: Susanne Klömpges
Quelle: FDP-Fraktion NRW

 

 

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