Die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit in Hückelhoven bietet eine Anlaufstelle für Menschen mit Diskriminierungserfahrungen und leistet damit einen wichtigen Teil der Antidiskriminierungsarbeit im Kreis Heinsberg. Dabei setzt sich die Servicestelle für die Gleichbehandlung ein und unterstützt Betroffene bei individuellen und strukturellen Benachteiligungen. Das Angebot umfasst dabei die Beratung und Begleitung von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen sowie die Präventions- und Sensibilisierungsarbeit.

Die Servicestelle im Kreis Heinsberg wird von Frau Eva Havenith geleitet. „Das Gleichbehandlungsgesetz verbietet die Benachteiligung aus Gründen der Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Diese Benachteiligungen können in verschiedenen Lebenssituationen entstehen, z.B. bei der Arbeit, bei der Wohnungssuche oder beim Einkaufen, hier unterstützen und beraten wir die Betroffenen“, so Eva Havenith. „Wir bieten zudem Workshops für interessierte Gruppen an, um sich mit den Themenfeldern Diskriminierung und Rassismus zu beschäftigen und sein eigenes Handeln zu reflektieren. Das Angebot wurde bislang besonders von Schule in Anspruch genommen, aber auch die Polizei Heinsberg hat sich bereits mit diesen Workshops der Sensibilisierung des eigenen Handelns und Sprechens angenommen. Das Thema Diskriminierung ist ein sehr wichtiges, über das gesprochen werden muss, da es jeden von uns betrifft.“

Die Beratung der Servicestelle im Kreis Heinsberg ist kostenlos und richtet sich an Opfer von Diskriminierung, ihre Angehörigen sowie Organisationen, die sich gegen Diskriminierung und für Vielfalt einsetzen. Der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen machte sich kürzlich ein eigenes Bild von der Arbeit. „Die Servicestelle für Antidiskriminierung ist ein wichtiger Bestandteil der Antidiskriminierungsarbeit im Kreis Heinsberg. Ich bin froh, dass unser Integrationsminister Dr. Joachim Stamp die Servicestellen landesweit von 13 auf 42 ausgeweitet hat und somit auch in Hückelhoven eine entstehen konnte. Wir müssen solche Anlaufstellen im ländlichen Raum noch weiter ausweiten“, so Lenzen. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass Menschen Benachteiligungen aus rassistischen oder anderen menschenfeindlichen Gründen erfahren. Wir müssen dort entschieden agieren und sensibilisieren“.

Foto: Susanne Klömpges, FDP-Fraktion NRW
Bildunterschrift: Stefan Lenzen MdL im Gespräch mit Eva Havenith (2.v.l.) und der Servicestelle Antidiskriminierung.

 

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