Gemeinsame Presseerklärung der Polizei und der
Staatsanwaltschaft Duisburg

Duisburg/Mönchengladbach (ots)

 

Am heutigen Morgen(30. November) nahmen
Ermittler der Duisburger Mordkommission mit Unterstützung von Spezialeinheiten
einen 43-jährigen und einen 45-jährigen Mönchengladbacher in ihren Wohnungen
fest. Beide stehen im dringenden Verdacht, an der Beseitigung des Leichnams des
2014 in Mönchengladbach ermordeten Kai M. beteiligt gewesen zu sein. Die
Staatsanwaltschaft Duisburg, die mittlerweile das Ermittlungsverfahren der
Staatsanwaltschaft Mönchengladbach übernommen hat, beantragte daher Haftbefehle
wegen Strafvereitlung bezüglich gemeinschaftlichen Mordes.

In der gleichen Angelegenheit eröffnete die Polizei einem 36-Jährigen in der
Justizvollzugsanstalt Willich einen gegen ihn bestehenden Haftbefehl. Der
Tatverdächtige sitzt dort aktuell eine Freiheitsstrafe ab. Alle drei
Tatverdächtigen sind nach hiesigen Erkenntnissen der Rockergruppierung der Hells
Angels zuzurechnen und sollen in unterschiedlicher Tatbeteiligung im Januar 2014
die Tatwaffe und den Leichnam des Opfers beseitigt haben. Die Ermittlungen
ergaben, dass Kai M. nach seiner Ermordung in einem Autoanhänger von
Mönchengladbach nach Duisburg und dann weiter ins Ruhrgebiet transportiert
worden war. Später fanden sich Teile des Leichnams in Duisburg am Ufer des
Rheins, im Rheinpreußenhafen sowie im Rhein-Herne-Kanal.

Für die eigentliche Ermordung soll unter anderem der 33-jährige Ramin Y.
verantwortlich sein. Er hat sich ins Ausland abgesetzt – nach ihm wird mit
internationalem Haftbefehl gefahndet. Ein weiterer Mitbeschuldigter, der
ebenfalls den Hells Angels zuzurechnen ist (42), soll an der Zerstückelung und
Entsorgung des Toten beteiligt gewesen sein. Er war im Rahmen einer größeren
Festnahme- und Durchsuchungsaktion der Polizei bereits am 2. September
festgenommen worden. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle:
Polizei Duisburg

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