Die Betty-Reis-Gesellschaft e.V., benannt nach einer am 15. Juli 1921 in Wassenberg (Kreis Heinsberg) geborenen Jugendlichen, die einige Zeit in Solingen-Ohligs lebte, hier in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 von Nazi-Schergen gefoltert, im November 1944 ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert und wie die um 8 Jahre jüngere, durch ihr Tagebuch bekannte Anne Frank dort ermordet wurde informiert über den Betty Reis Buchpreis

Die Betty-Reis-Gesellschaft will an dieses Schicksal erinnern und durch einen Betty-Reis-Buchpreis dafür Sorge tragen, dass Kindern und Jugendlichen Menschlichkeit, Toleranz und Respekt vermittelt werden, um unsere Gesellschaft vor extremistischen und menschenfeindlichen Entwicklungen zu schützen.

Die erste Preisverleihung für ein Jugendbuch sollte am 10. Dezember 2020 stattfinden, was aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nicht möglich war.

Die Jury aus Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen der Geschwister-Scholl-Schule einigte sich auf Frank Maria Reifenberg als Preisträger für seinen Briefroman „Wo die Freiheit wächst“, der vom Widerstand der Edelweißpiraten in Köln erzählt.

In diesem Jahr wurde mit dem zweiten Betty-Reis-Buchpreis ein Kinderbuch ausgezeichnet. Die Jury aus Schülerinnen und Schülern der „Bücher-Checker-AG“ der Grundschule Bogenstraße einigte sich auf Dagmar Hoßfeld als Preisträgerin für ihr Buch „Jella hat genug!“. Es erzählt von einem starken Mädchen, das gemeinsam mit ihren Freunden für eine saubere Erde kämpft.

Sollte die Pandemie nicht wieder mit Ausnahmeregelungen und Lockdown zuschlagen, werden am Donnerstag, den 25. November 2021, 18.00 Uhr, in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule, beide Buchpreise überreicht. Nicht nur Dagmar Hoßfeld und Frank Maria Reifenberg, auch Lamya Kaddor als Schirmherrin und weitere Ehrengäste haben ihr Kommen bereits zugesagt.

Vorsorglich wird die Preisverleihung aufgrund der Corona-Pandemie nicht als öffentliche Veranstaltung durchgeführt – allerdings hoffen die Versnstalter aber, dass dies 2022 möglich sein wird.

Privatfoto: Dagmar Hoßfeld
Quelle: Betty Reis Gesellschaft e.V.

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