v.l.n.r.: Stefan Lenzen MdL, Adelheid Venghaus, Denise Lison

Der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen war zu Besuch bei der KoKoBe-Beratungsstelle in Heinsberg. KoKoBe steht dabei für ‚Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsangebote für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung‘ und bietet Beratungsangebote im gesamten Kreisgebiet an. Im Gespräch mit Adelheid Venghaus und Denise Lison informierte sich der Abgeordnete über die Arbeit der, vom LVR geförderten, Einrichtung.

Wie der Name schon sagt, richten sich die Angebote in erster Linie an Menschen mit geistiger Behinderung. „Wir schicken aber niemanden weg, sondern versuchen immer die richtigen Ansprechpartner/innen für jede und jeden Einzelnen zu finden“, betonten Venghaus und Lison. Auch Menschen mit einer körperlichen Behinderung oder psychischen Erkrankung erhalten hier als erste Ansprechpartner Rat und Hilfe.

Auch in der Pandemie wurde das Beratungsangebot nicht eingestellt. Unter Beachtung aller Hygiene- und Abstandsregelungen konnten die Gespräche weiter in Präsenz stattfinden. Die Informationsabende für Eltern von Menschen mit Behinderung wurden digital durchgeführt. „Das hat hervorragend funktioniert. Für viele Eltern war dies eine große Erleichterung, da sie von Zuhause aus teilnehmen konnten und für die Zeit keine Betreuung organisieren mussten“, erläuterten Venghaus und Lison.

Neu im Angebot sind die Peer-Beratungen. Menschen mit Behinderung beraten andere Menschen mit Behinderung. Derzeit sind sechs Beraterinnen und Berater und drei Ersatzpersonen im Einsatz, die selbst Erfahrungen mit einer Körper- oder Sehbehinderung, einer Depression, mit Angststörungen oder Lernschwierigkeiten haben. Sie kennen damit die Sorgen und Herausforderungen der Klienten. Das Beratungsangebot ist trotz Corona gut angelaufen.

Neben den Beratungsangeboten ist die KoKoBe in der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft des Gesundheitsamtes des Kreis Heinsberg aktiv und koordiniert verschiedene Lokalen Teilhabekreise in verschiedenen Städten und Gemeinden des Kreises. In Wassenberg und Waldfeucht ist die Gründung von neuen Teilhabekreisen geplant.

Der Heinsberger Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen, der auch sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, zeigte sich beeindruckt von der Arbeit. „Bei KoKoBe gibt es nicht Dienst nach Vorschrift, hier wird mehr geleistet als gefordert. Die Leidenschaft für ihre Arbeit und den Einsatz für ihre Klienten ist unverkennbar. Ich bin froh, dass wir eine solche Beratungseinrichtung im Kreis haben. Über die Einladung, an einem Treffen eines Teilhabekreises teilzunehmen, habe ich mich sehr gefreut. Sobald dies wieder möglich ist, bin ich gerne dabei“, fasst Lenzen seine Eindrücke vom Treffen zusammen.

Foto: Patrick L. Schunn
Quelle: Büro Lenzen

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