Die Grünen in Geilenkirchen haben ihre Ablehnung des neuen Industrie- und Gewerbegebiets in Lindern, ‚Future Site InWest‘, erklärt. Der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen kritisiert diese Position: „Die Grünen entscheiden sich gegen Arbeitsplätze der Zukunft. Die Grünen entscheiden sich gegen die wirtschaftliche Entwicklung unserer Heimat. Die Grünen entscheiden sich für Stillstand, von den niemand seine Familie ernähren kann.“

Die Entwicklung eines Industrie- und Gewerbegebiets wird seit den 1990er Jahren verfolgt. Mit dem Wechsel der Landesregierung im Jahr 2017 hat das Projekt Fahrt aufgenommen. 2019 konnte dem NRW-Wirtschaftsministerium ein Abschlussbericht vorgelegt werden. Dieser berücksichtigt die aktuellen Bedingungen und Bedürfnisse und ist nicht auf dem Stand der 1990er, wie die Grünen suggerieren. Die FDP-Fraktionsvorsitzenden Wilfried Kleinen (Geilenkirchen), David Stolz (Heinsberg) und Sascha Junker (Hückelhoven) unterstützen das Vorhaben. Ihre Fraktionen werden dem Beitritt zur Gesellschaft zustimmen. „Seit Beginn meines kommunalpolitischen Engagements begleitet mich das Projekt. Nach meinem Einzug in den Landtag habe ich, gemeinsam mit den Kollegen aus unserem Kreis, für die Entwicklung des Gebiets geworben. Mit Erfolg. Der Landesentwicklungsplan spricht von einem landesbedeutsamen Großvorhaben. Hier entstehen Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die wir aufgrund des Strukturwandels dringend benötigen. Wer sich dagegen positioniert, muss auch sagen, wo die Menschen dann künftig arbeiten sollen. Dann sicherlich nicht in unserer Region“, so Lenzen.

Die Forderung der Grünen nach einer Bürgerbeteiligung bezeichnet der liberale Abgeordnete als „grünen Populismus“. Eine Bürgerbeteiligung bei einem solchen Vorhaben ist gesetzlich vorgeschrieben „und keine neue grüne Erfindung“. Das Gewerbe- und Industriegebiet soll einen Schienenanschluss erhalten. „Mindestens ein Teil des Warentransports könnte also ganz ökologisch über die Schiene erfolgen – und das lehnen die Grünen ab. Wir verbinden Ökonomie und Ökologie. Mir ist unerklärlich, wie man sich dagegen positionieren kann“, zeigt sich Lenzen verwundert. „Wir werden das Projekt weiterverfolgen und zum Erfolg bringen. Wir lassen uns das nicht kaputtmachen. Wir schaffen hier vor Ort Ausbildungs- und Arbeitsplätze für die Zukunft.“

Foto: Susanne Klömpges
Quelle: FDP-Fraktion NRW