Der Inzidenzwert liegt bundesweit bei 119,1. Im Kreis Heinsberg liegt er mit 112,7 (RKI: 10.5.21, 10:00 Uhr) leicht darunter. Die Freien Demokraten NRW fordern nun weitere Lockerungen.

„Existenzen sind bedroht, ehrenamtliche Strukturen zerbrechen, emotionale Ressourcen sind aufgebraucht. Wir müssen bei den aktuellen Inzidenzen schnell Perspektiven für verantwortungsvolle Öffnungen aufzeigen“, erklärt der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen. Die Lockerungen müssen schon in diesem Monat bei einer Inzidenz unter 100 erfolgen. „Außengastronomie und Freibäder müssen dann wieder öffnen können. Das Beherbergungsverbot und die Schließung von Campingplätzen müssen fallen. Sport im Freien mit mehreren Personen muss wieder möglich sein.“

Für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete fordert der Freie Demokrat eine rechtliche Gleichstellung. „Wer nachweislich eine geringere Ansteckungsgefahr für andere ist, der muss sich wieder freier bewegen dürfen. Für den muss es wieder möglich sein mit dem Fahrrad durch die Heinsberger Lande zu fahren, sich in einem Biergarten oder einer Außenterrasse niederzulassen und sein Radler zu trinken. Natürlich unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln“, so Lenzen.

Treffen im Freien seien sicherer als unkontrollierte Treffen in privaten, geschlossenen Räumen. „Deshalb brauchen wir jetzt endlich eine Öffnungsperspektive für die Menschen, für die Vereine, für den (Tages-)tourismus und für die Unternehmen.“

Steigt der Inzidenzwert dann wieder über 100 greift die Bundesnotbremse. Aus Sicht des Heinsberger FDP-Landtagsabgeordneten ist die Bundesnotbremse viel zu starr angelegt. „Steigt der Wert an drei Tagen über 100 müssen alle Geschäfte schließen. Sinkt er an den folgenden drei Tagen wieder, bleibt trotzdem alles zu. Erst nach fünf Tagen kann wieder zu den regionalen Regelungen zurückgekehrt werden. Gerade in Kreisen, die um die 100 liegen, wird somit ein Aufwand betrieben, der kaum einen Effekt auf die Senkung der Zahlen hat. Daher sind und bleiben regionale Lösungen die bessere Option.“

Foto: Susanne Klömpges
Bericht: FDP-Fraktion NRW

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