60 Prozent aller mit dem Auto zurückgelegten innerstädtischen Wegstrecken sind in Erkelenz kürzer als 5 Kilometer und damit für die meisten Menschen gut zu Fuß oder mit dem (E-)Fahrrad zu bewältigen.

Der Ortverband der Grünen aus Erkelenz setzt sich deshalb für einen deutlich verbesserten Rad- und Fußgängerverkehr ein und wünscht sich ab 2025 einen Radverkehrsanteil von 25 Prozent.

Die Grünen schließen sich hiermit der Kernforderung der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ an, die vor zwei Jahren über 200.000 Unterschriften für ein Fahrradgesetz NRW gesammelt hatte.

Die Landesregierung (CDU / FDP) hat mittlerweile einen Referentenentwurf für das Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz (FaNaG NRW) beschlossen und zur Verbändeanhörung freigegeben. In den Städten Nordrhein-Westfalens soll demnach der aktiven Mobilität, also dem Rad- und Fußverkehr, Vorrang eingeräumt werden. Dieses Gesetz sieht ebenfalls vor, dass künftig 25 Prozent der Verkehrswege in NRW auf das Rad entfallen sollen.

Es soll bereits im Januar 2022 in Kraft treten und stellt somit einen wichtigen Schritt der Mobilitätswende dar, welche nachhaltige Mobilitätsformen zukünftig stärker unterstützt und somit den motorisierten Individualverkehr zurückdrängt, ohne dass die Mobilität des Einzelnen dabei eingeschränkt wird.

Auch die kürzliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach das Klimaschutzgesetz in Teilen verfassungswidrig ist und vor allem im Verkehrssektor die Emissionen stärker sinken müssen, spricht dafür, den Rad- und Fußverkehr auch in Erkelenz stärker zu fördern.

Lt. der Mobilitätserhebung von 2018 beträgt der Radverkehrsanteil in Erkelenz 18 Prozent. Durch die Corona Pandemie ist dieser Anteil auch in Erkelenz zwischenzeitlich stark gestiegen, da viele ÖPNV Nutzer auf das risikoärmere Verkehrsmittel „Fahrrad“ umgestiegen sind.

Aus Sicht der Erkelenzer Grünen spricht deshalb alles dafür, ein verbindliches Ziel zu formulieren, wonach spätestens 2025 jede vierte Fahrt in Erkelenz mit dem Fahrrad zurückgelegt werden soll.

Bis dahin müssen Politik und Verwaltung aber noch einiges tun, damit die Menschen dieses Angebot auch annehmen. Denn nur, wenn Radfahren Spaß macht und die Menschen sich sicher fühlen, werden sie auch dazu bereit sein, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Nebenbei wird Erkelenz nicht nur sicherer, sondern auch lebenswerter, lautet das Urteil von Dirk Rheydt. Der sachkundige Bürger der Grünen aus Erkelenz weiß, als langjähriger ADFC Vertreter, wovon er spricht.

Aus diesem Grund hat er die Erkelenzer Bürger und Bürgerinnen befragt und sie gebeten, sich der Forderung der Grünen anzuschließen. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, unabhängig vom Alter, Geschlecht oder der Herkunft.
Dies bestärkt die Erkelenzer Grünen in Ihrer Forderung, so dass sie auch andere Parteien und Verbände dazu aufruft, sich Ihrer Forderung anzuschließen. Aus Sicht der Grünen ist eine sozial gerechte und umweltverträgliche Mobilitätswende nur gemeinsam zu bewältigen.

Quelle:
B 90 / Die Grünen Erkelenz