Der FDP-Landtagsabgeordnete für die Kreise Heinsberg und Düren und sozialpolitische Sprecher seiner Fraktion, Stefan Lenzen, nimmt Stellung zu den Beschlüssen des Bundes Gründonnerstag und Karsamstag zu Ruhetagen zu erklären:

„Wir müssen bei den Corona-Maßnahmen auch die Lebenssituation sozial benachteiligter Menschen beachten. Für diese stellt die Schließung des Lebensmittelhandels am Gründonnerstag ein erhebliches Problem dar. Eine ausreichende Bevorratung vor den Feiertagen ist bei beengten Wohnverhältnissen und ohne eigenes Auto oft gar nicht möglich. Wir müssen aber auch bedenken, dass viele Menschen finanziell gar nicht in der Lage sind, Vorratskäufe zu tätigen.

Wer sein ganzes Monatseinkommen zum Lebensunterhalt einsetzen muss und vom Zahlungseingang des Arbeitslosengeldes II abhängig ist oder ein Pfändungsschutzkonto besitzt, kann in der Regel erst am Monatsersten wieder über Geld verfügen.

Eine Schließung ausgerechnet zum Monatsanfang verkennt diese Tatsache. Die nächtliche Viererrunde von Merkel, Scholz, Söder und Müller scheint bei ihren Überlegungen die Lebensrealität sozial benachteiligter Menschen vergessen zu haben.

So wird das sowieso zu erwartende Gedränge vor den Supermärkten am Karsamstag noch verstärkt und das Infektionsrisiko erhöht.“

Foto: Susanne Klömpges
Bericht: FDP-Fraktion NRW