Corona Krise – Bund und Länder einigen sich auf Verschärfung der Kontaktbeschränkungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich am heutigen Mittwoch in einer mehrstündigen Beratung mit den Länderchefs. Zusammen konnte man sich auf eine teilweise Verschärfung der Corona Maßnahmen verständigen. So dürfen sich ab dem 1. Dezember 2020 künftig maximal fünf Erwachsene aus zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren sind hiervon ausgenommen. Auch im Bezug auf die Maskenpflicht war man der Meinung das diese verlängert und ausgedehnt werden soll.

Über die Weihnachtszeit bis ins neue Jahr soll diese Regel dann zeitweise gelockert werden. In der Zeit vom 23.12.20 bis 01.01.2021 sind dann Treffen m it maximal zehn Personen erlaubt. Die Anzahl der Haushalte ist hier nicht beschränkt. Ebenfalls sind Kinder bis 14 Jahren ausgenommen.

Das heiß diskutierte Thema Feuerwehr war auch Thema der Beratung. So wird es ein generelles Feuerwerk und Böllerverbot nicht geben. Die Regierung hat lediglich empfohlen auf Feuerwerk an Silvester zu verzichten. Die Verwendung von Pyrotechnik ist jedoch auf belebten Plätzen und Straßen untersagt. Auch größere Personengruppen sollen vermieden werden.

Dazu wird die Maskenpflicht erweitert und künftig auch schon auf den Parkplätzen gelten. Überdenken sollte die Bevölkerung ob es nicht auch möglich ist die Weihnachtseinkäufe in der Woche zu erledigen. Hier will man dem Ansturm auf Geschäfte an Wochenenden Herr werden. Gastronomie und Kultureinrichtungen bleiben wie gehabt geschlossen, Übernachtungsplätze dürfen nur für notwendige und nicht touristische Zwecke angeboten werden.

Mit dieser neuen Kraftanstrengung, wie Bundeskanzlerin Merkel es nennt, gibt es auch Lockerungen. So wird die vorgeschriebene 14tägige Quarantänezeit auf 10 Tage gekürzt. Dieser Umstand ist den Antigen Schnelltests zu verdanken die in größerer Zahl zur Verfügung stehen und neben den Bundesbürgern auch die Gesundheitsämter entlasten.

Darüber hinaus werden Arbeitgeber gebeten über die Möglichkeit des „Homeoffice“ nachzudenken. Es soll nicht jeder notwendige Kontakt vermieden werden. Auch sollten Unternehmen prüfen ob Betriebsferien zwischen dem 23.12. und dem 01.01. machbar seien.

Die Schulen und Kindergärten bleiben nach dem neuen Beschluss weiter offen. Allerdings werden die Weihnachtsferien in ganz Deutschland auf den 19.12. vorgezogen. Auch die Bundesländer haben künftig abhängig von der lokalen Infektionslage zu entscheiden ob Maßnahmen gelockert werden können – oder aber verschärft werden müssen.

Foto / Bericht
Uwe Heldens / westreporter