Grippeimpfungen sehr stark nachgefragt Impfstoff-Produktion läuft auf Hochtouren

Foto: Tobias Koch
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Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in letzter Zeit häufiger darauf hingewiesen, dass momentan, während der typischen Grippesaison, eine Grippeschutzimpfung sehr sinnvoll sei. Dies hat durchaus Auswirkungen auf die derzeitige Pandemiesituation rund um Covid-19. Je mehr schwere Influenzaverläufe vermieden werden können, die zu einer intensivmedizinischen Behandlung führen, desto mehr Intensivplätze bleiben für schwere Covid-19-Fälle frei.

Der Aufruf des Gesundheitsministers hat dazu geführt, dass eine hohe Nachfrage zur Grippeimpfung in diesem Jahr entstanden ist. Dies führt zunehmend zu Wartezeiten auf den Impfstoff. Der Wegberger Kinderarzt Dr. Peter Gerhards und viele seiner Kollegen im Kreis Heinsberg und aus der Region berichten: „Wir müssen vielen Patienten, die sich gegen Grippe impfen lassen wollen, leider sagen, dass die Impfung nicht sofort durchgeführt werden kann, da die Lieferung des Impfstoffs zunehmend schwieriger wird.“

Auf diese Problematik sprach Gerhards den Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers an. Dieser berichtete, dass Gesundheitsminister Spahn schon frühzeitig mehr Impfdosen bestellt hat. „Wurden im letzten Jahr noch 18 Millionen Impfdosen bestellt, so waren es in diesem Jahr 27 Millionen“, so Bundestagsabgeordneter Oellers. Dabei hatte Spahn ebenso darauf hingewiesen, dass der Impfstoff nicht sofort vollständig produziert werden kann. Aus verfahrenstechnischen Gründen können die Impfdosen nur schrittweise produziert werden.

Zum 30.10.2020 wurden nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) 22,7 Millionen von den 27 Millionen bestellten Impfdosen verbraucht. Der Rest befinde sich in der Produktion. Oellers weist darauf hin, dass das PEI hat für Verbraucher, Ärzte und Apotheker eine Online-Meldestelle für vermutete Engpässe eingerichtet hat. Diese Meldungen dienen dazu, dass die zuständigen Stellen eine Neubeurteilung der Verteilpraxis veranlassen können. „Jeder Betroffene kann sich unter www.pei.de/lieferengpaesse-verbrauchermeldung an das PEI wenden“, so Oellers

Quelle:
Büro Wilfried Oellers / CDU