Bund fördert digitales Ehrenamt beim DRK

Foto: Tobias Koch
Foto: Tobias Koch

Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung unterstützt die Initiative „Digitalisierung in Zeiten von Corona“ des Deutschen Roten Kreuzes im Kreisverband Heinsberg im Rahmen des Sonderprogramms „Ehrenamt stärken. Versorgung sichern.“ mit 6.330,00 Euro.

Während eines Besuchs des Bundestagsabgeordneten für den Kreis Heinsberg, Wilfried Oellers, erklärte der Kreisgeschäftsführer des DRK, Lothar Terodde: „Corona hat auch uns beim DRK überrascht. Um unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen arbeitsfähig zu bleiben, mussten wir so viele Mitarbeiter wie möglich ins Homeoffice bringen. Die Homeoffice-Arbeitsplätze standen vor Corona unter der Überschrift „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Eine Ausdehnung auf alle hauptamtlichen Mitarbeiter war gar nicht vorgesehen.“

Auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter konnten nicht mehr wie zuvor in den Außenstellen des DRK im Kreisgebiet ihren Aufgaben nachgehen. Ein Umdenken musste her, um hauptamtliche und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Arbeiten von zuhause aus zu ermöglichen. „Künftig werden wir viele Aufgaben digital erledigen. Besprechungen werden in Videokonferenzen abgehalten, der Kontakt zu den von uns betreuten Personen wird vermehrt digital ablaufen. Uns kommt es vermehrt darauf an, die Ehrenamtler auch aus dem Homeoffice heraus mit in die hauptamtliche Arbeit einzubinden“, so Terodde weiter. Die 6.330,00 Euro aus dem Sonderprogramm „Ehrenamt stärken. Versorgung sichern.“ werden für die Anschaffung von Tablets, Headsets und der notwendigen Softwarelizenzen verwendet.

Ältere Menschen haben unter der Corona-Pandemie besonders zu leiden. Es sei eine Frage des menschlichen Kontakts, erläuterte Terodde. Es drohe eine Vereinsamung. Durch die Corona-Schutzmaßnahmen würden Besuche von Freunden, Angehörigen und auch den Ehrenamtlern des DRK nicht mehr wie gewohnt stattfinden können.

Das DRK ließ sich von dieser Problemstellung aber nicht abschrecken, sondern sah es als Herausforderung an, neue Wege für eine stärkere soziale Teilhabe zu finden und soziales Leben in anderer Form erlebbar zu machen. „Es spricht ja nichts dagegen, mit der dafür notwendigen Ausstattung auch die durch uns betreuten, älteren Personen in neue Kommunikationsformen einzubinden, und damit der Vereinsamung vorzubeugen. Wir definieren und praktizieren „Nähe“ nun neu“, erklärt der Kreisgeschäftsführer des DRK weiter.

Der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers ist von der Idee begeistert: „Man könnte sagen, hier entsteht etwas wie digitale Nähe. Ich finde diesen Ansatz sehr innovativ und spannend. Es ist ein besonderes Verdienst des DRK hier im Kreis Heinsberg, dass das Ehrenamt in seiner Arbeit weiter bestärkt wird. Den betroffenen Menschen wird eine Perspektive geboten, auf neuen Wegen mit ihrem gewohnten Umfeld zu kommunizieren und neue Kontakte zu knüpfen. “

Die technische Umsetzung sei auch bei älteren Menschen kein Problem, erläutert Lothar Terodde: „Die meisten von ihnen verfügen über entsprechende Geräte wie Smartphones oder Tablets, und können hierüber problemlos erreicht werden.“

Quelle:
Büro Oellers