Corona Krise im Kreis Heinsberg – Neuinfektionen bei DPD – 400 Mitarbeiter in Quarantäne

Coronavirus im Kreis Heinsberg – Stand: 18. Mai

 

Heinsberg.  Die aktuelle Corona-Statistik für den Kreis Heinsberg vom 18. Mai (Stand 15   Uhr): Seit dem 25. Februar gibt es 1.852 bestätigte Coronafälle im Kreis Heinsberg. 1.647 Personen gelten inzwischen als geheilt, 72 Menschen sind verstorben.

Damit sind tagesaktuell 133 Menschen im Kreis Heinsberg infiziert.

Für die Städte und Gemeinden ergibt sich folgendes Bild

(bestätigte Fälle/Genesene/Verstorbene):
Erkelenz 91/78/5
Gangelt 484/458/9
Geilenkirchen 222/206/4
Heinsberg 443/400/25
Hückelhoven 161/110/5
Selfkant 132/122/5
Übach-Palenberg 87/68/6
Waldfeucht 121/110/9
Wassenberg 65/59/3; Wegberg 45/36/1

Die 7-Tage-Inzidenz für den Kreis Heinsberg liegt aktuell nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 24 pro 100.000 Einwohner.

 

Der Anstieg der Infektionszahlen hängt natürlich auch mit dem Infektionsgeschehen in einem Hückelhovener Depot des Logistikunternehmens dpd zusammen. Diese Thematik beherrschte am Montag auch die Sitzung des Krisenstabs des Kreises Heinsberg. Die rund 400 Mitarbeiter des dpd-Depots sind getestet worden, wobei in 82 Fällen positive Befunde vorliegen. 55 der positiv Getesteten leben im Kreis Heinsberg.

 

Alle Mitarbeiter wurden vor Ort getestet, so dass das Gesundheitsamt schnell einen Überblick über das Infektionsgeschehen erhielt. Während von Seiten des Kreises ausschließlich die Quarantäne-Anordnungen ausgesprochen wurden, entschloss sich das Unternehmen, den Standort für zwei Wochen zu schließen. Sehr aufwändig gestaltet sich für das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen-Nachverfolgung, die unmittelbar nach Vorliegen der ersten Ergebnisse begann und weiterhin fortgeführt wird. Dabei richtete das Gesundheitsamt auch den Blick auf die Unterbringung der dpd-Mitarbeiter. Von den 400 unter Quarantäne gestellten Mitarbeitern leben lediglich dreizehn in einer Sammelunterkunft. Auch sie wurden unter Quarantäne gestellt.

Landrat Pusch informierte am Montag auch Regierungspräsidentin Gisela Walsken. Wichtig war dem Landrat dabei, dass die 7-Tages-Inzidenz für den Kreis Heinsberg mit 24 zurzeit noch nicht im kritischen Bereich liegt. Der Krisenstab einigte sich daher darauf, die Lage weiterhin aufmerksam zu verfolgen. Über Einschränkungen müsse man hingegen noch nicht nachdenken, so Landrat Pusch und Krisenstabsleiter Philipp Schneider.

 

 

Ebenfalls beschloss der Krisenstab, die Kreisverwaltung Heinsberg bis auf weiteres nach wie vor nur dann für Besucher zu öffnen, wenn vorher ein Termin mit der zuständigen Dienststelle vereinbart wurde.

Quelle: Kreis Heinsberg