Hückelhoven: Illegale Öleinleitung in die Rur

Am Sonntag den 19.04.2020 wurde die Feuerwehr gegen 17:30 Uhr zu einem Einsatz mit dem Einsatzstichwort „Öl auf Gewässer“ alarmiert.

Durch die Polizei wurde mitgeteilt, dass vermutlich aufgrund eines Verkehrsunfalls der in unmittelbarer Nähe der Rurbrücke sich ereignet hatte das Öl über die Kanalisation in die Rur gelangt sein könnte. Nach einer Kontrolle durch die Einsatzkräfte an den Fahrzeugen sowie der Regeneinläufe im näheren Umfeld konnte dieses jedoch ausgeschlossen werden, da hier kein Ölaustritt festgestellt werden konnte.

Als Erstmaßnahme wurde umgehend der Kanaleinlauf in die Rur mittels Ölschlängeln und Bindemittel gesichert um das weitere Einsickern in die Rur zu verhindern. Zusätzlich wurde ein Trupp mit Überlebensanzüge ausgerüstet der in der Rur weitere Ölschlängeln einbrachte um eine Ausbreitung zu verhindern.

Um den Ursprung der Verunreinigung zu ermitteln wurden die untere Wasserbehörde des Kreises Heinsberg, der Kanalmeister des städt. Bauhofs mit Kanalplänen sowie das Ordnungsamt hinzugezogen.

Nach Einsicht in die Kanalpläne wurde der Kanalverlauf kontrolliert und an mehreren Stellen die Kanalschächte geöffnet. An einem Privatgrundstück wurde man letztendlich fündig und konnte so die Ursache feststellen. Hier hatte man eine größere Menge an Ölwassergemisch illegal in den Kanal eingeleitet.

Durch die Fachbehörden wurde vor Ort das weitere Vorgehen der Maßnahmen abgestimmt. Eine Fachfirma beauftragt. Diese nahm noch am frühen Abend die Arbeiten auf und begann den Kanal auf einer Länge von 2 km zu reinigen. Das kontaminierte Öl Wassergemisch wurde anschließend einer fachgerechten Entsorgung zugeführt.

Im Einsatz waren der Löschzug1 Hückelhoven, die Löscheinheit Ratheim, die Polizei, die untere Wasserbehörde Kreis Heinsberg, das Ordnungsamt, der städt. Bauhof sowie der Kanalmeister der Stadt Hückelhoven

Einsatzende war für die Feuerwehr gegen 22:00 Uhr. Insgesamt kamen 33 Kräfte zum Einsatz

 

Foto / Bericht:
Feuerwehr Hückehoven