Mord in Waldfeucht – Urteile gesprochen und besondere Schwere der Schuld festgestellt

Waldfeucht / Aachen

Am heutigen Freitag morgen ging der Prozess zum Mord an Dominik J. mit der Urteilsverkündung zu Ende.

Das Gericht sprach Marvin R. wegen Mordes schuldig. Er wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Dazu stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest. Diese Feststellung schließt eine Entlassung aus der Haft nach 15 Jahren aus.

Aber auch die Mitangeklagten Iraner Saaed M. und Hosein K. wurden zu  lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Der zur Tatzeit 17-jährige Sandorino K. bekam eine Freitheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten.

 

Nach der Tat in der Nacht vom 02. auf den 03. Oktober 2018 – in der der 27jährige Dominik J. zunächst auf einen Parkplatz gelockt wurde, wo er zunächst von dem damals 17-jährigen Sandorino K. geschlagen und dann mit einem Messer schwer verletzt wurde, später dann vom Haupttäter Marvin R. getötet wurde, stellten sich während der Verhandlung weitere Erkenntnisse ein. Saaed M. und Hosein K. denen für die Beseitigung des Domink J. der, mit der Ex-Freundin des Haupttäters zusammenziehen wollte, ein Betrag von 3000, Euro in Aussicht gestellt wurde – werden in Deutschland seit Jahren geduldet.

Der Asylantrag der beiden wurde abgelehnt. Einer der beiden schloss eine Rückkehr in den Iran aufgrund seiner Homosexualität aus – der andere konvertierte zum Christentum. Daher drohe beiden im  Heimatland die Todesstrafe.

Aktiv hatten die beiden sich an der Tötung des Mannes nicht beteiligt, hatten aber auch nicht den Versuch unternommen diese zu verhindern oder Hilfe zu holen. Dazu haben sie sich gegen die Zahlung eines Geldbetrags bereiterklärt „mitzumachen“.

Auch der 17.jährige Sandorino K. wurde in Deutschland nur geduldet da auch sein Asylantrag abgelehnt wurde. Er lebte eine Zeit lang bei der Familie des Marvin R.

Die drei Mittäter stellten sich kurz nach der Tat im Beisein ihrer Rechtsanwälte der Polizei und brachten diese auf die Spur des Haupttäters.

Foto / Bericht:
Heldens / westreporter