Hückelhoven: Beim Verkehrsunfall ist wieder öfter „Old School“ angesagt

Hückelhoven

Für die technische Rettung nach Verkehrsunfällen sind im Stadtgebiet Hückelhoven vier Löscheinheiten mit speziellem Equipment ausgestattet. Um die aktuellen Techniken an den heutigen Neufahrzeugen anwenden zu können, wurde am Samstag den 23.11.2019 ein Seminar „patientengerechte Unfallrettung aus Personenkraftwagen“ durchgeführt.

Hierzu konnte die Fa. Weber Rescue Systems gewonnen werden, die durch ihren großen Erfahrungsschatz, die neusten Techniken sowie Arbeitsabläufe an die Teilnehmer weitergeben konnten.

Die beiden Ausbilder vom Team Weber Rescue, hatten ein interessantes und abwechslungsreiches Seminarprogramm für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgearbeitet.

Somit ging es für 18 Einsatzkräfte aus dem Stadtgebiet dann am Samstagmorgen wie gewohnt, zuerst an die theoretischen Grundlagen.

Hierzu wurden die aktuellen Standards der technischen Rettung erläutert. Neue Erkenntnisse aus der Fahrzeugindustrie, wie die Rettungsmöglichkeiten heutzutage aus hochmodernen Fahrzeugen umgesetzt werden, wurden vorgestellt.

Um das theoretische Wissen auch in der Praxis anwenden zu können, wurden in der praktischen Ausbildung an drei Stationen die Fahrzeuge in verschiedenen Unfalllagen gebracht und unter fachmännischer Anleitung „filetiert“.

Hierzu gilt es ein großes Dankeschön an die Firma Jackels auszusprechen, die für die praktischen Übungen die drei Übungsfahrzeuge bereitstellten.
In der Praxis wurde deutlich, dass bei der Unfallrettung heutzutage wieder mehr ein Augenmerk daraufgelegt wird, den eingeklemmten Patienten ohne großen Firlefanz wie das Entfernen der Fahrzeugscheiben oder das unbedingte entfernen des Fahrzeugdaches durchzuführen umso den Patienten zu befreien.

Wichtig bei der Unfallrettung ist vielmehr, dass nicht nur ein Weg zur Befreiung des Patienten führen kann, sondern mehrere Wege und Möglichkeiten machbar sind. Deshalb ist es immer wichtig einen „Plan B“ sowie Ideen im Hinterkopf zu behalten und nötigenfalls diesen umzusetzen.

Nach fast neun Stunden arbeitsintensivem und kräftezehrendem Üben, konnte von allen Beteiligten ein positives Fazit gezogen werden. Das Wissen wurde aufgefrischt und viel neues gelernt.

 

Hierbei zeigte sich wieder, dass zu jeder Zeit die Einsatzmotivation der freiwilligen Kräfte sehr hoch ist und für altes und neues aufgeschlossen sind.

Quelle: Feuerwehr

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