B211/L117: Offizieller Baubeginn für Ortsumgehung Wassenberg und Ortsumgehung Hückelhoven

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Wegberg-Wildenrath (straßen.nrw)

Gleich zwei neue Projekte haben Vertreter von Bund und Land am Montag (7.12.) in Wegberg-Wildenrath (Kreis Heinsberg) mit dem symbolischen Spatenstich auf den Weg gebracht: die B221 Ortsumgehung Wassenberg und die L117 Ortsumgehung Hückelhoven – Ratheim und Millich. Beide Straßen sollen künftig die jeweiligen Ortskerne vom Verkehr entlasten. Gleichzeitig kommen LKW und PKW über die beiden Strecken zügiger an ihr Ziel.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Die Investitionen in die Infrastruktur sind gut angelegtes Geld. Die Region profitiert von der Anbindung an das übergeordnete Verkehrsnetz und die Verkehrsteilnehmer von kürzeren Fahrzeiten.“

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek ergänzte: „Wir beginnen hier gleichzeitig eine Bundes- und Landesmaßnahme, die Wassenberg von den überörtlichen Verkehren entlastet und gleichzeitig für den Wirtschaftsraum Wassenberg eine schnelle Anbindung an die A 46 ermöglicht. Besonders freut es mich, dass dieses mit einem Runden Tisch in allseitigem Konsens vorangetrieben werden konnte.“

Mit Blick auf die Bauarbeiten betonte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführerin Elfriede Sauerwein-Braksiek: „Wir gehen bei beiden Maßnahmen so vor, dass der laufende Verkehr auf den benachbarten Strecken so wenig wie möglich gestört wird, also möglichst ohne Vollsperrung. Deshalb entstehen zum Beispiel zunächst die entsprechenden Über- und Unterführungen in Kreuzungsbereichen. Erst dann wird die neue Straße gebaut.“

B221 Ortsumgehung Wassenberg

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein verwirklicht die rund sechs Kilometer lange Ortsumgehung, die jeweils einen Fahrstreifen pro Richtung bietet, in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt, er läuft von Ende 2015 bis Ende 2017, führt vom Ende der Ortsumgehung Wildenrath („Friedrich-List-Allee“) bis zur L19. Der zweite Bauabschnitt, hier ist der Zeitraum Anfang 2017 bis Ende 2018 vorgesehen, verläuft von der L19 bis zur L117. Neun neue Brücken entstehen insgesamt. Zehn weitere Bauwerke, so genannte „Durchlässe“, sind mit Blick auf die Tierwelt geplant: Sie sollen dafür sorgen, dass Kleintiere, Wild und Amphibien ohne Gefahr die Straße queren können. Um Wildunfälle zu vermeiden, entstehen an mehreren Stellen entsprechende Schutzzäune. Überflughilfen und bepflanzte Erdwälle helfen Fledermaus und Steinkauz über die Straße. Da der Bau der neuen Ortsumgehung ohne einen Eingriff in Natur und Landschaft unmöglich wäre, finden auf einer Fläche von insgesamt rund 27 Hektar Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen statt. Dazu gehören unter anderem Obstwiesen und Aufforstungen.
Die Kosten für die B221 Ortsumgehung Wassenberg von rund 30 Millionen Euro zahlt der Bund.



L117 Ortsumgehung Hückelhoven – Ratheim und Millich

Die Kosten für die rund 15 Millionen Euro teure L117-Ortsumgehung teilen sich Land, Bund und die Stadt Hückelhoven sowie der Kreis Heinberg. Bis Ende 2020 entsteht eine circa vier Kilometer lange Strecke, die dann pro Fahrtrichtung einen Fahrstreifen bietet. Auch dieses Projekt realisiert die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt läuft bis 2019 und führt von der alten L117 vor Ratheim bis zur A46. Als erstes entsteht die parallel zur A46 verlaufende Verbindung („Querspange“) von der alten L117 zur neuen L117. Der zweite Bauabschnitt (bis Ende 2020) führt dann von der A46 bis zur alten L117 im Bereich des Kreisverkehrs „Am Landabsatz“. Vier neue Brücken entstehen im Verlauf der neuen Ortsumgehung. Um für Anwohner die Geräuschkulisse der Straße zu mindern, errichtet Straßen.NRW an mehreren Stellen Lärmschutzwälle und -wände. Um den für den Neubau notwendigen Eingriff in die Natur auszugleichen, werden zum Beispiel ehemalige Betriebsflächen einer nahgelegenen Brikettfabrik renaturiert. Am „Bracheler Driesch“ wird zudem eine landwirtschaftliche Fläche in einen naturnahen Laubwald umgewandelt. Zusammengenommen finden auf einer Fläche von insgesamt rund zehn Hektar entsprechende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen statt.

Ein paar Bilder gibt es hier – bitte klicken

Quelle:
StrassenNRW

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